U11 holt Badebucht Cup 2016

Junglöwen gewinnen nach Elfmeter-Krimi beim TSV Wedel

Die Trauer nach der ersten Saisonniederlage am Freitag war noch nicht ganz vorbei, da stand am Sonntag schon das Pokalturnier des TSV Wedel auf dem Programm. Nach einigen Absagen fuhr man ohne große Erwartungen nach Wedel, wurde doch im letzten Jahr der letzte Platz nur knapp vermieden. Drei Spieler hatten noch arg mit den Nachwirkungen einer Geburtstagsübernachtungsparty zu kämpfen, die anderen Jungs hatten tags zuvor in Mannschaft Schwarz gespielt oder in der U12 ausgeholfen. Nur Keeper Jan hatte einen freien Samstag, was am Ende noch wichtig werden sollte.

Trotz einer Autopanne waren alle Mann rechtzeitig zum ersten Spiel gegen den TuS Appen auf dem Feld. Schon nach fünf Minuten musste das erste Übernachtungsopfer ausgewechselt werden: Oke war so fertig, dass er in der Folgezeit kein Spiel mehr bestreiten konnte und zur Zwangsruhe im Schatten verdammt wurde. Auch das sollte am Ende noch wichtig werden. Das Auftaktspiel konnte dennoch dank Toren von Marc und Ben (schöne linke Klebe) mit 2:0 gewonnen werden. Beim zweiten Spiel gegen Holsatia Elmshorn machte der nächste Übernachtungsgast vorübergehend schlapp: Christoph konnte sich aber im Laufe des Turniers wieder berappeln. Max und Marc sorgen mit Ihren Buden für ein ungefährdetes 3:1. Im letzten Vorrunden-Spiel ging es dann gegen den SV West-Eimsbüttel um den Gruppensieg und den Einzug in die Zwischenrunde. In einem engen Spiel konnte Marc mit einer schönen Einzelleistung den Sieg sicherstellen.

Die Gruppe B der Zwischenrunde hatte es dann in sich: HEBC, TSV Wedel und Komet Blankenese hießen die Kontrahenten. Mit einer starken Leistung konnte der haushohe Favorit HEBC mit 1:0 bezwungen werden. Dann schienen die Kräfte langsam zu schwinden: Die große Hitze auf dem Kunstrasenplatz hatte unseren Jungs zugesetzt. Die Füße qualmten und wieder ein Spieler weniger durch vorübergehende Kopfschmerzattacken. Im Spiel gegen den TSV Wedel sprang dann lediglich ein 0:0 heraus – trotz guter Chancen, die aber nicht konsequent genutzt wurden. Im letzten Spiel der Zwischenrunde brauchte man noch einen Punkt gegen Komet Blankenese für den Einzug ins Halbfinale. Mit einem 2:0 Erfolg gelang sogar der Gruppensieg: Louis marschierte von hinten nach vorne, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und schob quer auf Max der das Spielgerät aus 12 Metern in den linken Knick jagte. Marc sorgte kurz danach mit einem Abstauber für das 2:0.

Im Halbfinale wartete erneut der SV West-Eimsbüttel, der mit 2:0 bezwungen werden konnte. Dennis und Marc konnten dem gegnerischen Torwart in Höhe der Eckfahne den Ball abluchsen, den Marc dann mit einem schönen Heber ins verwaiste Tor bugsierte. Erneut Marc staubte nach einem Lattenkracher von Max ab. Der Jubel über den Finaleinzug war riesengroß, von Müdigkeit nichts mehr zu spüren. Nach 30 min Pause ging es dann ins Finale gegen die sehr spielstarken Burschen vom SC Vorwärts Wacker. Christoph hatte inzwischen irgendeine Reserve in seinem Akku aktiviert, Ben hatte seine Kopfschmerzen durch kaltes Wasser geheilt, und auch alle anderen kämpften bravourös. Nach fünf Minuten geriet man mit 0:1 in Rüchstand – das erste Mal an diesem Tag. Doch der LSK gab sich nicht geschlagen, stellte das Schönspielen ein, und begann zu kämpfen. Nach Foul an Marc donnerte Max den fälligen Freistoß an den Querbalken und der Abpraller wurde von Marc und Danil verpasst. Nun sah alles nach einem Sieg für Wacker aus. Doch der LSK versuchte alles: Der inzwischen regenerierte Oke kam zu seinem zweiten Kurzeinsatz und eine Chance gab es noch: Nach erneutem Foul an Nick hatte Max das Visier justiert und zirkelte den fälligen Freistoß aus halbrechter Position über den Torwart ins lange Eck.

U11_Badebucht_2016_2Danach war Schluß und das Elmeterschießen musste entscheiden – “Elfmeterschießen? Das kann ich! Die halte ich alle!”, versprach Jan, der im Laufe des Tages noch nicht viel zu tun gehabt hatte. Marc versenkte den ersten Elfer souverän und Jan konnte den ersten Schuss von Wacker tatsächlich entschärfen! Anschließend nagelte Nick, der bis dahin überragende Defensivstratege, die Pille über das Tor, so dass der Jubel schnell verstummte. Doch Jan hielt Wort und parrierte auch den zweiten Elfer, den er mit einem starken Reflex aus der linken unteren Ecke fischte. Bei drei Schützen pro Mannschaft musste der nächste nun treffen. Ein Glück, dass Oke den ganzen Tag nicht gespielt hatte und sich für diesen einen Schuß ausruhen konnte. Er verwandelte eiskalt und der riesige Pott war unser! Der Jubel war grenzenlos und Wassereimer ergossen sich über Trainer und Spieler. “Wir Jungs vom Wilschenbruch wurde angestimmt” und obwohl die Eltern zuhause schon seit drei Stunden warteten, wurde der Triumph noch fix in einem Schnellrestaurant gebührend gefeiert.

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