Bitteres Pokal-Aus für LSK II

Fast wäre der Traum wahr geworden. Aber nur fast. Die 2. Herren des Lüneburger SK Hansa verliert das Viertelfinale gegen den TuS Barskamp nach Elfmeterschießen mit 5:6 (1:0, 2:2). Aber der Reihe nach…

Graues und regnerisches Wetter in der Goseburg. Beim Eintreffen der Teams lag ein grüner Platz mit weichem Boden vor den Spielern. Der Platz? Ungekreidet – das Spiel sollte wohl ausfallen, wie der „Linienzieher“ mitgeteilt hat. Nur hatte Schiedsrichter Gino Egbers keine Probleme mit seinen Assistenten das Spiel anzupfeifen. Warum auch? Der Platz war spielfähig.

Max Schuler

Pünktlich um 14 Uhr ging es los. Während der Anfangsphase übernahm der LSK das Spiel und erarbeitete sich aus einer sicheren Abwehr heraus einige Möglichkeiten. Das sollte sich auszahlen. Thomas Gnida konnte sich auf der linken Seite durchsetzen und scharf auf den langen Pfosten flanken. Dort lauerte im Rückraum Max Schuler, der den Ball annahm und für den Gästekeeper unhaltbar in den Maschen versenkte. 1:0 für den LSK – das ging gut los (9.).

Selbstbewusst ging es weiter. Die 1. Hälfte war ein relativ ausgeglichenes Spiel. Der TuS hatte noch zwei Möglichkeiten durch Kaske (21.) und Rust (40.), dessen Schuss Keeper Olivier Sossou hervorragend abwehrte, bevor es in die Pause ging.

Die 2. Hälfte dagegen sollte ganz anders verlaufen. Die Heimmannschaft kam konzentriert aus der Kabine; die Gäste feuerten sich beim betreten des Platzes nochmal an. Der Spielverlauf ähnelte dem der ersten Hälfte. Der LSK machte das Spiel, allerdings wurde die Partie intensiver. In der 64. Spielminute ist es erneut Schuler, der sich im Strafraum durchsetzen konnte und bevor er abziehen konnte gefoult wurde. Schiedsrichter Egbers zeigt unvermittelt auf den Punkt. Sammy Maatouk verwandelte diesen Strafstoß sicher zum 2:0.

In der Folge teilte sich im Prinzip die Mannschaft. Es gab den Angriff und die Abwehr. Das Mittelfeld war kaum zu sehen. Große Lücken taten sich dort auf, die Barskamp anfing gut zu nutzen. Der LSK machte sich das Leben selbst schwer. Prompt wurde dieses auch bestraft. Schütte wurde im Strafraum unfair angegangen. Den daraus resultierenden Elfmeter verwandelte Kaske sicher zum 1:2. 

Natürlich sah der TuS Barskamp nun seine Chance noch den Ausgleich zu erzielen. Die Mannschaft von Thomas Lohmann war geschockt und das sollte sich noch bemerkbar machen. In der 86. Spielminute verletzte sich Rami Bateekha ohne Einwirkung des Gegners und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Mohamed Maaatouk ins Spiel (86.). Dann ging es in die Nachspielzeit und es fiel der Ausgleich zum 2:2! Was war passiert? Nach einer Ecke des TuS standen sich die Spieler des LSK gegenseitig vor den Füßen. S. Maatouk wurde vom eigenen Mann im Strafraum gefoult und der dadurch entstandene Platz wurde von Barskamps Weißenberg eiskalt genutzt, um aus dem Gewühl heraus den Ausgleichstreffer zu erzielen (91.). Danach erfolgte der Abpfiff und betretene Gesichter bei den Mannen des LSK. Aber es war ja noch nicht aller Tage Abend…

Um es kurz zu machen: Der TuS Barskamp hat alle seine Elfer im Kasten unterbringen können. Einen Ball hätte Sossou fast noch gehabt. Aber eben nur fast. Dieser Ball war hart und platziert geschossen worden. Im Gegensatz dazu konnte Pfemfert auf Seiten des TuS den Schuss von Gnida parieren und von Schnakenburg setzte den letzten Ball rechts neben das Tor. Aus der Traum – aus einer 2:0-Führung wurde ein 5:6-Albtraum.

Stimmen zum Spiel:

 – folgen –


Aufstellungen:

Lüneburger SK Hansa: Sossou – Heyden, von Schnakenburg, Schell, Buyukyilmaz – Lübbers, Hartmann (89. Schankin), Bateekha (86. M. Maatouk), S. Maatouk – Schuler (63. Omar), Gnida

TuS Barskamp: Pfemfert – Rust, Eilmann, Schütte, Kolodziej, Fabel, Weißenberg, Kaske, Lau, Henze (69. Jasker), Iwan


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