DFB-Pokal: Marquardt zum Meeting am Millerntor

Freitag entscheidet sich, wo der LSK gegen Werder Bremen spielt
Artikel vom 10. Juni 2026
Der Artikel wird präsentiert von:
Die Entscheidung naht. LSK-Vorsitzender Raphael Marquardt fährt am kommenden Freitag nach Hamburg zum FC St. Pauli und klärt, ob das DFB-Pokal-Spiel des Oberligisten Lüneburger SK gegen den Bundesligisten Werder Bremen im Millerntor-Stadion ausgetragen werden kann.
Das Millerntor hat ein Fassungsvermögen von 29.546 Zuschauern, davon 16.940 Stehplätze und 12.606 Sitzplätze.
HSV fürchtet Auseinandersetzungen
Die zweite Option Volksparkstadion (Fassungsvermögen: 57.000, davon rund 10.000 Stehplätze) ist möglicherweise aus dem Rennen, weil der HSV Auseinandersetzungen zwischen seinen Fans und den Werder-Anhängern befürchtet. Laut dem 2. Vorsitzenden Manfred Nitschke ist der LSK aber auch weiter mit dem HSV im Gespräch.
Pokal-Workshop beim DFB
Für Marquardt und seine Mitstreiter sind es arbeitsreiche Tage. Am gestrigen Dienstag ist er zusammen mit LSK-Ligaobmann Thomas Wiebe nach Frankfurt gereist. Dort hat der DFB am heutigen Mittwoch und morgigen Donnerstag zu einem Workshop eingeladen. Da geht es um die umfangreichen Anforderungen, die rund ums Pokalspiel zu erfüllen sind. Die „DFB-Durchführungsbestimmungen“ umfassten schon im Vorjahr 95 DIN-A-4-Seiten.
Diese Anforderungen sind in Lüneburg, wo der LSK bei Heimspielen auf dem Sportplatz des VfL Lüneburg an den Sülzwiesen gastiert, nicht erfüllbar.
Mainz-Spiel war ein Desaster
Schon beim letzten DFB-Pokal-Auftritt des LSK gegen Mainz 05 im Jahr 2017 gelang es nur unter größten Mühen, das Spiel auf dem VfL-Platz überhaupt stattfinden zu lassen. Die Kapazität wurde damals mit teuren Zusatztribünen auf 4.500 Zuschauer erweitert. Die Tickets waren nach einem Tag ausverkauft (es gab 10.000 Karten-Anfragen) – doch am Ende blieb wegen der immensen Kosten und der begrenzten Zuschauer-Einnahmen ein Minus in der LSK-Kasse.
Damit sich solch ein Desaster nicht wiederholt, fahren Marquardt und Nitschke am Freitag zum Millerntor. Sie rechnen mit großem Ansturm der Fans – vor allem aus Bremen, weil das Pokalspiel der erste Pflichtspiel-Auftritt der neuen Werder-Mannschaft vor dem Bundesliga-Start eine Woche später ist.
Text: Jürgen Poersch


