Unter Käptn Kunzes Kommando nach Hemmingen

LSK reist Sonntag zum Achtelfinale des NFV-Pokals
Artikel vom 1. August 2026
Der Artikel wird präsentiert von:
Die Kapitäne bleiben an Bord. Marian Kunze (Foto, Mitte) wurde gestern erneut zum Kapitän der LSK-Oberliga-Mannschaft gewählt, Nico Hübner (2. v. r.) bleibt sein Stellvertreter. Arne Exner (l.), Tom Muhlack (2. v. l.) und Neuzugang Lenny Borges (r.) komplettieren den Mannschaftsrat.
Unter Käptn Kunzes Kommando geht’s morgen zum ersten Pflichtspiel der Saison. Im Achtelfinale des NFV-Pokals wartet die Herausforderung bei Oberliga-Neuling SC Hemmingen-Westerfeld. Anstoß in Hemmingen (Hohe Bünte 8) wird um 15 Uhr sein.
LSK-Trainer Tarek Gibbah freut sich auf die Begegnung, mahnt aber auch: „Uns erwartet keine leichte Aufgabe. Hemmingen-Westerfeld ist als Aufsteiger mit viel Rückenwind unterwegs und wird vor heimischer Kulisse sicherlich alles investieren. Wir erwarten eine Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Wenn wir unsere Leistungsgrenze nicht erreichen, wird es ganz schwierig.“
Nach zwei dritten Plätzen 2024 und 2025 wurde der SC in der vorigen Saison Meister der Landesliga Hannover, ließ dabei Eilvese und Ramlingen-Ehlershausen hinter sich und stieg erstmals in die Oberliga auf. Für die neue Serie ist der Klassenerhalt oberstes Ziel.
Neuzugang Fender mit 6 Toren im Test
Dafür wurde mit 14 Zugängen auf dem Transfermarkt kräftig zugeschlagen. Als „Königstransfer“ gilt der vom Regionalligisten HSC Hannover gekommene Mittelstürmer Luc Fender. Der Großteil des Kaders besteht aber nach wie vor aus ehemaligen A-Jugendlichen des Klubs.
In Hemmingen herrscht Zuversicht, dass die Oberliga keine einmalige Angelegenheit bleibt, weil die Truppe von Coach Tim Hoffmann eine spielerische Mannschaft ist, die stets auch spielerische Lösungen sucht und offensiv agieren will.
Das Team soll aber in Zukunft robuster und cleverer in Zweikämpfen agieren, körperlicher spielen. Das scheint in der Vorbereitung schon gut geklappt zu haben. In Testspielen wurden Bad Pyrmont Hagen (7:2), Pattensen (2:1), Krähenwinkel/Kaltenweide (2:1), SV Ramlingen/Ehlershausen (3:0) und der OSV Hannover (7:1, 6 Tore von Fender!) bezwungen. Dazu gewann Hemmingen den traditionsreichen Gilde-Cup (früher Porta-Cup).
Knappe Niederlage gegen Havelse
Ein echtes Spektakel lieferte die Mannschaft beim Härtetest gegen Drittligist TSV Havelse. Nach 1:3-Rückstand drehte die Hoffmann-Truppe das Spiel, führte 4:3, um am Ende doch noch mit 4:5 zu unterliegen. Trotzdem ein ganz starker Auftritt des Oberliga-Aufsteigers.
Auch im NFV-Pokal gegen den LSK rechnet sich der SC etwas aus, möchte mutig an die Aufgabe herangehen und strebt die nächste Runde an. Das wollen unsere Schwarz-Weißen aber natürlich verhindern.
„Nur drei Siege bis zum Finale“
Coach Gibbah blickt mit Zuversicht auf die morgige Aufgabe: „Als Titelverteidiger sind wir auf dem Papier der Favorit, aber genau deshalb müssen wir von der ersten Minute an voll da sein. Wir waren selbst erst im vorigen Jahr in einer ähnlichen Rolle und wissen nur zu gut, wie so eine Pokalgeschichte ausgehen kann. Daher werden wir den Gegner ganz sicher nicht unterschätzen. Wir wollen unbedingt die nächste Runde erreichen und wissen aus eigener Erfahrung, wie besonders so eine Pokalsaison sein kann. Bis zum Finale sind es nur drei Siege und natürlich würden wir diesen Weg gerne noch einmal gehen. Dafür müssen wir aber zunächst in Hemmingen bestehen. Personell können wir aus dem Vollen schöpfen und die Jungs sind richtig heiß darauf, endlich wieder ein Pflichtspiel zu bestreiten.“
Text: Thomas von Randow
Fotos: Leon Tonhäuser
Montage: Tarek Gibbah
