Torwart Exner wieder der Pokalheld

LSK-Keeper hält 2 Elfer beim Sieg in Hemmingen
Artikel vom 2. August 2026
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Das Pokalmärchen des LSK, es geht weiter. Nach dem Sieg im Niedersachsenpokal und vor dem DFB-Pokal-Kracher gegen Werder Bremen haben unsere Jungs heute das Achtelfinale beim SC Hemmingen-Westerfeld mit 5:3 nach Elfmeterschießen gewonnen.
Das hätte aber auch schiefgehen können. „Ihr habt euch das Nachsitzen selbst eingebrockt“, sagte LSK-Trainer Tarek Gibbah nach dem Sieg im Mannschaftskreis. In der Tat: Der LSK spielte den Gegner, Aufsteiger in die Oberliga, in der ersten Halbzeit vor rund 250 Fans an die Wand.
Chance um Chance wurde herausgespielt. Vor allem über den rechten Flügel mit dem herausragenden Marian Kunze lief es glänzend. Die SC-Abwehr wackelte gewaltig. So war das 1:0 in der 16. Minute hochverdient. LSK-Youngster Tjark Dörr hatte sich in seiner unnachahmlichen Art einmal mehr gegen seine Gegenspieler durchgesetzt und verwandelte zum 1:0 für den LSK. Starke Aktion!
Das beflügelte den LSK noch mehr. Angriff auf Angriff rollte, immer wieder kreative Pässe von Nevio Scheuer, immer wieder gefährliche Flanken von Kunze und Flügelpartner Raphael Thinius.
Einzige Chance für die Gastgeber in der 37. Minute, als sie sich am rechten Flügel durchsetzten und die Abnahme in der Mitte knapp am Pfosten vorbeistrich.
Auf der anderen Seite drei dicke Chancen für den LSK, als Tom Muhlack und Lenny Borges knapp das 2:0 verpassten und Dörr nach tollem Zuspiel von Scheuer am Torwart scheiterte. Drei dicke Gelegenheiten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden.
Gleich nach dem Wechsel Doppelchance für den LSK: Dörr spielte Borges an, der stand frei vorm Torwart, schob den Ball aber am zweiten Pfosten vorbei. In der 50. Minute scheiterte Dörr bei einer weiteren Chance. Es war zum Haareraufen!
Dann blieb LSK-Abwehrmann Muhlack verletzt liegen, wurde nicht behandelt, aber vom Schiri rausgeschickt. Unverständnis bei Trainer Gibbah. So musste Muhlack von draußen mitansehen, wie LSK-Torwart Arne Exner einen Schuss phantastisch abwehrte, gegen den zweiten Versuch aber machtlos war. Plötzlich 1:1 in der 54. Minute. Fassungslose Gesichter beim LSK.
Und der Niedersachsenpokalsieger, der bis dahin so überlegen gewesen war, bekam das Spiel nicht wieder in den Griff. Hemmingen war jetzt ebenbürtig, kam aber wie der LSK zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Schlusspfiff – 1:1 – Elfmeterschießen.
Und wieder wurde Arne Exner, der beim Finalsieg im Niedersachsenpokal drei Elfer gehalten und einen verwandelt hatte, zum Helden. So lief das neuerliche Elfer-Drama:
Hemmingen trifft – 2:1
Nico Hübner verwandelt sicher – 2:2
Hemmingen trifft – 3:2
Malte Meyer knallt den Ball ins Dreieck – 3:3
Exner hält!
Elmin Mekic locht unhaltbar ein – 3:4 für den LSK
Exner hält wieder!!
Bo Weishaupt verwandelt eiskalt – 3:5 für den LSK!
Das war der Sieg und der Einzug ins Viertelfinale. „‚Jetzt ist es egal“, sagte Gibbah zu seinen Jungs, „ihr habt es geschafft – und das ist alles, was zählt im Pokal!“
Der Rest war Jubel, zusammen mit den Fans, die ihr Team unermüdlich angefeuert hatten – auch in der Schlussphase, als es nicht so gut lief. Zusammen können sich jetzt alle aufs Viertelfinale freuen und weiter vom nächsten Pokalmärchen träumen.
So spielte der LSK: Exner – Thinius (86. Weishaupt), Muhlack, Pinto Coalho, Hübner – Perera, Dahaba (63. Gründger) – Kunze, Scheuer (82. Mekic), Borges (67. Tappe) – Dörr (86. Meyer).
Text + Fotos: Jürgen Poersch















