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Riesenpech! LSK verliert in 98. Minute

2:3 gegen starke Braunschweiger

Artikel vom 9. August 2026

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    „Das war doppelt bitter!“. LSK-Trainer Tarek Gibbah war nach dem Abpfiff bedient. Zweimal hatte sein LSK einen Rückstand bei Eintracht Braunschweig U23 aufgeholt, war danach dem Sieg nahe – um in der Nachspielzeit das Tor zum 2:3 einzufangen. Ein Tiefschlag!

    Der LSK traf auf einen starken Gegner. Die Braunschweiger zogen unter ihrem neuen Trainer Uwe Möhrle (Ex-Profi u. a. in Wolfsburg, Augsburg und Cottbus) ein kluges Kombinationsspiel aus der Abwehr auf – gegen Lüneburger, die sich hinter die Mittellinie zurückzogen und gelegentliche, durchaus gefährliche Gegenangriffe starteten.

    In der 8. Minute die Riesenchance für den LSK, als Lenny Borges auf Stutmrpartner Tjark Dörr spielte, der 19-Jährige aber an Keeper Nick Bodon aus dem Profikader scheiterte.

    Dörr rieb sich nimmermüde in Duellen mit seinem hervorragenden Gegenspieler Jakob Benstead auf, war wieder unser gefährlichster Angreifer.

    Auch die Braunschweiger waren gefährlich, vor allem, wenn sie über außen mit Marvin Awuah kamen. Die LSK-Abwehr mit dem sicheren Keeper Arne Exner und dem überragenden Innenverteidiger Wilson Pinto Coelho hielt aber.

    Bis zur 23. Minute. Da zog Amer Buljubasic aus 18 Metern ab. Der Ball landete unhaltbar im Netz. 1:0 für Braunschweig. Borges war zuvor nach einem geblockten Schuss verletzt liegengeblieben, es gab aber keine Unterbrechung.

    In der 35. Minute das nächste Zusammenspiel zwischen Borges und Dörr – große Chance – wieder hielt Bodon. Im Gegenzug parierte Exner aufmerksam einen fast verunglückten Klärungsversuch. Großchance für den LSK in der 45. Minute, als Pinto Coelho haarscharf per Kopf das Tor verfehlte. Ärgerlich!

    Nach dem Wechsel ein anderer LSK. Unser Team griff den Gegner früh und aggressiv an – und schon war’s vorbei mit dem gepflegten Braunschweiger Aufbauspiel. Der LSK war jetzt klar dominant, fuhr Angriff auf Angriff.

    In der 46. Minute setzte Marian Kunze einen Kopfball aus 6 Metern knapp am Tor vorbei. Was für eine Chance!

    Doch dann war es soweit. Tjark Dörr wollte auf Borges passen. Der Braunschweiger Ziegele konnte nur noch ins eigene Tor klären: 1:1 in der 53. Minute. Riesenjubel im LSK-Fanblock, der die Partie vor knapp 200 Zuschauern zum „Heimspiel“ machte.

    Doch, zu früh gefreut. Nur zwei Minuten später ging Braunschweig wieder in Führung. 2:1 durch Jona Renner. Wie ärgerlich! 

    Es ging munter weiter. Der unaufhaltsame Tjark Dörr, hinterm Tor von seinem Vater André Dörr angefeuert, wurde im 16er von den Beinen geholt. Elfmeter! Nico Hübner verlud den Keeper und lochte sicher ein: 2:2 in der 53. Minute!

    Und der LSK blieb am Drücker. Elmin Mekic, Malte Meyer und Nick Tappe kamen beim LSK, machten Druck. Braunschweig mit dem Rücken zur Wand. Tappe setzte einen Schuss von links hauchdünn am langen Eck vorbei.

    Alles schien auf ein Remis rauszulaufen. Doch dann kam wegen Trinkpause die Nachspielzeit. Und in der 98. Minute schlug Braunschweigs Arda Aksac mit einem unhaltbaren Schuss von halbrechts zu. 3:2. Jubeltraube in Blau-Gelb – Trauergemeinde in Schwarz-Weiß.

    LSK-Trainer Tarek Gibbah war natürlich geknickt über den unglücklichen Saisonstart: „Wir sind gegen eine gute Braunschweiger Mannschaft eigentlich recht gut ins Spiel gekommen und hätten unsere aussichtsreichen Möglichkeiten früh zur Führung nutzen müssen. Danach war Braunschweig besser im Spiel. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit sowie in den meisten Phasen der zweiten Halbzeit waren wir am Drücker und hätten uns mindestens einen Punkt verdient gehabt. Das Momentum war nach dem 2:2 auf unserer Seite. Ärgerlich ist vor allem, dass alle drei Gegentore aus unnötigen Fehlern entstanden sind – darüber müssen wir auf jeden Fall sprechen.“ 

    Gibbahs Fazit: „Der Einsatz hat gestimmt, der Ertrag leider nicht. Mit einem Gegentor tief in der Nachspielzeit ist das natürlich doppelt bitter. Aber wir können nicht ändern, was passiert ist – wir müssen jetzt nach vorn schauen und es Sonntag gegen Meppen II besser machen!“

    So spielte der LSK: Exner – Thinius, Muhlack, Pinto Coelho, Hübner (62. Brammer) – Gründker (77. Meyer), Perera – Kunze, Scheuer (70. Mekic), Borges (62. Tappe) – Dörr (90. Weishaupt)

    Text + Fotos: Jürgen Poersch