Vor der Werder-Kür kommt die Pflicht

LSK am Sonntag gegen Meppens U23!
Artikel vom 14. August 2026
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Werder Bremen im Kopf, Meppen vor der Brust; das ist die Ausgangslage für unsere Jungs am kommenden Sonntag. Wenige Tage vor dem DFB-Pokal-Knaller muss der LSK die volle Aufmerksamkeit auf das Punktspiel gegen die U23 der Emsländer richten (15 Uhr, Sülzwiesen).
Dieser Umstand ist LSK-Trainer Tarek Gibbah wohl bewusst: „Das Highlightspiel gegen Werder Bremen ist natürlich auch schon in den Köpfen. Dafür kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Gerade weil wir momentan täglich damit konfrontiert werden, ist es schwierig auszublenden. Umso wichtiger ist es, dass wir dennoch unseren Fokus zunächst auf Meppen behalten, auch das wird am Sonntag eine Aufgabe sein."
Nach der ärgerlichen und unnötigen 2:3-Auftaktniederlage in Braunschweig nun also erneut der Vergleich mit einer zweiten Mannschaft. Das Team vom neuen Coach George Yumusak (trainierte vorher die U16 des Vereins) spielte bis 2022 noch in der Bezirksliga, stieg dann innerhalb von 12 Monaten zweimal auf und belegte in den vergangenen drei Oberliga-Spielzeiten die Plätze 9, 7 und 8 der Abschlusstabelle, schaffte jeweils ungefährdet den Klassenerhalt.
Die U23 soll für ambitionierte Kicker Plattform und Sprungbrett in den eigenen Drittliga-Kader sein. Viele Akteure stammen aus dem NLZ (Nachwuchsleistungszentrum) Emsland. Der Verein hat den Kader im Sommer bewusst kleiner aufgestellt und setzt stärker auf die Entwicklung junger Spieler sowie auf die Integration von Talenten aus dem eigenen Nachwuchs.
Der Talentschuppen der Emsländer, das Durchschnittsalter beträgt zarte 21 Lenze, ging wie der LSK zum Saisonstart leer aus, unterlag Wilhelmshaven nach torloser erster Hälfte 0:2.
„Meppen ist erneut eine spielstarke Zweitvertretung, die eine sehr gute letzte Saison abgeliefert hat. Auch dort gibt es einen neuen Trainer und natürlich die üblichen Fragezeichen bei einer zweiten Mannschaft, also ob und wie viel Unterstützung aus dem Profikader kommt.
Coach Gibbah: „Beide Teams sind zudem mit einer Niederlage gestartet, deshalb ist es für beide auch eine Kopfsache. Keiner möchte mit zwei Pleiten die Serie beginnen. Uns erwartet eine junge, technisch versierte Mannschaft, ähnlich wie Braunschweig in der vergangenen Woche“.
In der vorigen Spielzeit endeten die Partien gegen Meppen unentschieden. Nach einem 0:0 in Lüneburg konnten die Schwarz-Weißen beim 1:1 im Emsland einen Zähler entführen, Torschütze war Malte Meyer. In der turbulenten Schlussphase vergab der LSK nach Roter Karte gegen den Meppener Keeper noch gute Möglichkeiten zum Siegtreffer.
Dieser Sieg soll dieses Mal eingefahren werden. „Wir spielen zu Hause und wollen unbedingt gewinnen. Heimstärke hat uns letzte Saison ausgezeichnet. Nur eine Niederlage, und die gegen den späteren Meister Atlas Delmenhorst, kann sich sehen lassen. Aber von alleine wird das nicht passieren. Wir wollen auch in dieser Serie daheim eine Macht sein. Dafür müssen wir am Sonntag alles investieren", so Gibbah.
Personell sieht es bei unseren Jungs grundsätzlich gut aus. Es gibt allerdings den einen oder anderen angeschlagenen Spieler, bei dem geschaut werden muss, wie bis Sonntag der Stand der Dinge ist und ob mit ihm letztlich in die Partie gegangen werden kann.
Text: Thomas von Randow
Foto: Charlotte Hoppe
