Traumtor von Borges beim LSK 2:2 gegen Meppen

LSK holt in turbulentem Spiel einen Punkt gegen starke Gäste
Artikel vom 16. August 2026
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In einem einem turbulenten Spiel hat sich unser LSK heute 2:2 vom SV Meppen U23 getrennt. Rund 450 Zuschauer sahen das Spiel auf dem recht gut bespielbaren VfL-Platz.
Es begann mit 20 Minuten Verspätung, weil die Gäste im Sonntagsverkehr hängengeblieben waren. Doch das war den Meppenern nicht anzumerken. Von Beginn an zogen sie ein technisch hervorragendes Spiel auf, drückten den LSK hinten rein. Gleich drei SV-Ecken in den ersten Minuten.
Beim LSK sorgte zunächst nur der zweikampfstarke Tjark Dörr für Torgefahr, stand in der der 36. Minute bei einem vielversprechenden Konter nur knapp im Abseits.
Im Gegenzug das 0:1 (37.) durch den agilen Niclas Wessels. Verdient zu diesem Zeitpunkt.
Doch der LSK schlug zurück. Foul an Dörr im 16er. Elfmeter! Nico Hübner schoss, Torwart Shirin Namoyan ahnte die Ecke, parierte stark. Doch vor die Füße von Hübner, der im Nachschuss mit seinem zweiten Saisontor verwandelte. 1:1 in der 40. Minute!
Nach dem Wechsel drehte LSK-Neuzugang Lenny Borges groß auf. Erst ein Solo, Pass in die Mitte, doch keiner war da. Dann ein weiterer Alleingang und knapp am langen Eck vorbei. Das hätte es schon sein müssen.
Weitere LSK-Chancen: Julien Gründker schoss drüber, Nevio Scheuer scheiterte mit einem tollen 22-Meter-Freistoß am SV-Keeper.
In der 57. Minute wechselte Meppen den langen Stürmer Oussama Marmouk ein – und der bereitete der LSK-Abwehr um den überragenden Tom Muhlack sofort große Mühen.
Doch erstmal der ganz große Auftritt des Lenny Borges: In der 61. Minute zog der Linksaußen wieder mal auf und davon, dribbelte nach innen und knallte den Ball ins Dreieck! 2:1 – ein Traumtor! Die LSK-Fans tobten.
In der 64. Minute die große Chance zur Vorentscheidung. Scheuer spielte Marian Kunze frei, doch der Rechtsaußen scheiterte allein vorm Torwart.
Danach machte Borges für Nick Tappe Platz und Dörr für Malte Meyer. Meppen bekam nun wieder Übergewicht, erzielte in der 77. Minute durch Ivan Jozic das 2:2.
Zwei Minuten später eine Riesenchance für den LSK. Meyer erkämpfte sich in der Spitze sehr resolut einen Ball. Er sah sofort, dass Keeper Jozic viel zu weit vorm Tor stand und überlupfte ihn – doch leider knapp am Tor vorbei. Das war ärgerlich!
Anschließend wurde Meyer zweimal im 16er umgerissen, doch Schiedsrichter Niklas Bahr sah keinen Grund für Elfmeter. Das sahen die verzweifelten LSKner auf Rasen und Rängen ganz anders.
In den letzten 10 Minuten offener Schlagabtausch, mehrere LSK-Ecken, die aber an diesem Tag alle harmlos blieben. Der eingewechselte Jonas Hartig vergab noch eine Großchance für den LSK. Auf der anderen Seite rettete LSK-Torwart Arne Exner, wieder in Topform, gleich mehrfach.
„Man muss schon sagen, dass das 2:2 verdient ist“, sagte LSK-Torjäger-Legende Karsten „Schnecke“ Wagner am Ende. Der Mann hat schon viele Schlachten erlebt – und keiner wollte widersprechen.
Damit steht der LSK nach zwei Spieltagen mit einem Punkt da, wie im Vorjahr. Da kletterte das Team mit einer Siegesserie in der Rückrunde noch auf den 6. Platz. Wäre schön, wenn die Siegesserie diesmal früher beginnt – am besten schon beim nächsten Heimspiel gegen Germania Egestorf-Langreder am Sonntag, 30. August (15 Uhr), wenn der ganze Werder-Trubel vorbei ist.
So spielte der LSK: Exner – Thinius (81. Brammer), Muhlack, Beer, Hübner – Gründker (63. Dahaba), Perera – Kunze, Scheuer (74. Hartig), Borges (68. Tappe) – Dörr (66. Meyer)
Text: Jürgen Poersch
Fotos: Charlotte Hoppe














