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Werder holt Füllkrug zurück!

Transfercoup vorm Pokalhit gegen den LSK

Artikel vom 18. August 2026

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    Werder Bremen verstärkt sich vorm DFB-Pokal-Spiel gegen den Lüneburger SK weiter. Nach Ex-HSV-Kapitän Ludovit Reis (wir berichteten) vom FC Brügge und Rückkehrer Eren Dinkci (SC Freiburg) melden die Bremer heute die Verpflichtung von Nationalspieler Niclas Füllkrug!

    Der 33-Jährige kommt vom englischen Premier-League-Klub West Ham United, war zuletzt an den AC Mailand ausgeliehen. Werder leiht Füllkrug, der noch einen Zweijahresvertrag bei West Ham besitzt, für ein Jahr aus.

    Euphorie und Skepsis

    An der Weser ist die Euphorie groß: „Lücke“ kehrt nach drei Jahren zurück! Allerdings gibt es in Werder-Fanforen auch skeptische Stimmen, denn Füllkrug trumpfte zuletzt nicht mehr so auf wie einst, als er Bremen 2022 mit 19 Toren in die Bundesliga schoss und dort 2023 mit 16 Treffern Torschützenkönig wurde. Das brachte ihn in die deutsche Nationalmannschaft, wo er in 24 Spielen 14-mal traf. Auch nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund lieferte er in der Saison 2023/24 ab: 12 Saisontore.

    Dann der Wechsel nach England. Doch bei West Ham lief es nicht mehr so gut: 3 Tore in 29 Spielen. Auch in Mailand hakte es: 1 Tor in 20 Partien. 

    Werder-Trainer Daniel Thioune ist trotzdem happy über den Neuzugang, denn Bremen hatte in der Vorsaison mit 37 Toren den zweitschlechtesten Angriff, nur Absteiger FC St. Pauli traf seltener. Mit dem schnellen Dinkci und dem routinierten Füllkrug hat Thioune jetzt zwei Sturm-Alternativen zum Schweizer Nationalspieler Cedric Itten (Neuzugang von Fortuna Düsseldorf) und dem hochtalentierten Salim Musah – und das DFB-Pokal-Spiel gegen den LSK wird mit „Lücke“ noch spektakulärer.

    Gibbah gibt Kontra

    LSK-Trainer Tarek Gibbah kontert Werders Transfer-Attacke mit einem Augenzwinkern: „Ich habe beim Vorstand tatsächlich nachgehorcht, ob wir den Transfermarkt vielleicht noch einmal sondieren müssen. Ich war schon etwas brüskiert, weil wir Reis, Dinkci und Füllkrug nicht auf dem Zettel hatten.“

    Dann wird der Coach ernster, bleibt aber cool: „Eigentlich kann uns fast egal sein, wer bei Bremen aufläuft. Werder sollte auf jeder Position individuell besser besetzt sein als wir – insofern ändert sich an unserer Ausgangslage nicht wirklich etwas. Außerdem ist ja noch gar nicht sicher, ob die Neuzugänge ausgerechnet in einem solchen Topspiel schon zum Einsatz kommen. Wir lassen uns einfach überraschen – und im besten Fall überraschen wir Werder!“

    Das ist doch mal eine Ansage an „Lücke“ & Co.!

    Text: Jürgen Poersch
    Foto: werderbremen