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LSK II verstärkt sich mit Borges

Er kehrt auch wegen seines Bruders zurück

Artikel vom 13. Oktober 2026

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    Der nächste Borges. Nachdem der LSK in diesem Sommer Lenny Borges fürs Oberliga-Team verpflichtet hat, meldet der Verein einen weiteren Borges-Transfer: Lennys älterer Bruder Philipp Borges verstärkt die 2. Mannschaft des LSK.

    „Ich wollte zurück in die Heimat“, sagt Philipp. Der 31-Jährige stammt aus der LSK-Jugend, galt wie sein Bruder als großes Talent, wechselte in die U17 des FC St. Pauli und 2012 in die U19 des Hallescher FC.

    Aufstieg und Kreuzbandriss

    Im Jahr 2013 holte ihn LSK-Trainer Elard Ostermann zurück in die Oberliga-Mannschaft. „Wir sind dann in die Regionalliga aufgestiegen“, erinnert sich der Lüneburger. Doch ein Kreuzbandriss stoppte seine hoffnungsvolle Karriere abrupt.
     
    Philipp stieg 2016 wieder ein, ging zu Eintracht Lüneburg. Nach vier Jahren auf der Hasenburg wechselte er 2020 zum TuS Neetze, wo er bis zu diesem Sommer spielte. Dann überredete ihn sein Ex-LSK-Kumpel Daniel Stäcker zum Wechsel zum TuS Reppenstedt. „Doch da konnte ich wegen beruflicher Verpflichtungen kaum an der Vorbereitung teilnehmen“, sagt der selbständige Solaranlagen-Installateur. Deshalb reifte der Entschluss, zum LSK zurückzukehren. „Auch weil mein Bruder hier spielt.“

    „Das ist eine Top-Verpflichtung“

    Philipp soll dem Kreisligisten LSK II beim Projekt Bezirksliga-Aufstieg unterstützen. Trainer David Feckler sagt: „Das ist für uns natürlich eine Top-Verpflichtung und ein deutliches Zeichen. Philipp hat viele Jahre in der Landesliga, Oberliga und Regionalliga gespielt. Diese Erfahrungen soll er an unsere jungen Spieler weitergeben. Und wenn er richtig fit ist, wird er uns mit seiner Qualität sehr helfen.“
     
    Auf welcher Position? Denn Philipp Borges ist vielseitig, hat als Stürmer begonnen, später auch Innenverteidiger und Sechser gespielt. Besonders genervt hat er den LSK beim Pokalspiel gegen TuS Neetze im vorletzten Jahr, als er LSK-Regisseur Corvin Behrens in Manndeckung komplett ausschaltete, sodass Corvin schließlich frustriert mit Rot vom Platz flog.

    Eine erfahrene Achse

    Feckler grübelt noch: „Mal sehen, wo uns Philipp am meisten helfen kann – vielleicht auch als Stürmer, denn im Torabschluss haben wir immer noch Defizite.“ Da könnte der 1,88 Meter große Neuzugang ein Vakuum füllen.
     
    Jedenfalls hat der LSK II jetzt mit Abwehrchef Luca Mancini, Mittelfeldstratege „Fredi“ Alak und dem vielseitigen Philipp Borges – alle einst beim TuS Neetze in der Landesliga aktiv – eine erfahrene Achse im Aufstiegsrennen. Der sympathische Philipp macht eine klare Ansage: „Ich will mit der Mannschaft oben mitspielen!“
     
    Borges ist ab 19. Oktober spielberechtigt, soll sein Debüt am 25. Oktober beim Auswärtsspiel in Bienenbüttel geben.
     
    Lieber Philipp, herzlich willkommen zurück in der LSK-Familie!
     
    Text: Jürgen Poersch