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Das sagt LSK-Trainer Gibbah zum unglücklichen 1:1

Samstag, 7. März 2026 · 14:00 UhrOberliga Niedersachsen, 21. Spieltag

Zuschauer: 250

90

Nach dem Frust geht der Blick schon nach Delmenhorst

Spielbericht vom 7. März 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

     

    „Unfassbar!" LSK-Teammanager Dennis Röhl sprach nach dem Abpfiff aus, was alle dachten. 97 Minuten hatte der LSK beim BSV Rehden mit 1:0 geführt – doch dann fiel in der allerletzten Sekunde noch das 1:1.

    LSK-Trainer Tarek Gibbah musste sich nach Schlusspfiff erstmal fassen, genau wie seine Spieler und die mitgereisten Fans. Der Auswärtssieg war zum Greifen nahe. Dann dieser Tiefschlag.

    „Natürlich sind unsere Köpfe zunächst einmal unten, denn das Gegentor mit dem Schlusspfiff fühlt sich im ersten Moment wie eine Niederlage an. Wenn man kurz vor Schluss noch den Ausgleich kassiert, überwiegt verständlicherweise zunächst die Enttäuschung", trauert der Coach.

    „Unentschieden absolut in Ordnung“

    Aber er hat trotz Frust einen analytischen Blick: „Dennoch muss man das Spiel insgesamt ehrlich bewerten. Über die gesamten 90 Minuten hinweg geht das Unentschieden absolut in Ordnung. Beide Mannschaften hatten ihre Phasen, ohne dass sich ein Team über die komplette Spielzeit hinweg klare Vorteile erarbeiten konnte. Hinzu kommt, dass es insgesamt kein besonders hochklassiges Oberligaspiel war. Der schwierige Platz hat beiden Teams das Leben schwer gemacht und ließ nur selten wirklich flüssigen Fußball zu. Viele Aktionen wurden dadurch ungenau oder mussten mit langen Bällen gelöst werden.“

    Torwart Exner erneut ein großer Rückhalt

    Ein Extralob hat der Coach für seinen Keeper: „Ein großer Rückhalt für uns war erneut Arne Exner im Tor, der uns mit mehreren starken Paraden vor einem möglichen Rückstand bewahrt hat. Gleichzeitig hatten aber auch wir unsere großen Chancen im Spiel und mussten zudem Aluminium-Pech hinnehmen, sodass auch ein eigener Treffer durchaus früher möglich gewesen wäre. Auch das zweite Tor hatten wir ,auf dem Kopf', konnten uns aber nicht belohnen.“

    Wie hat Gibbah die Schlussphase erlebt? „Die letzten Minuten hatten es dann noch einmal in sich und wurden sehr dramatisch. Zum einen fiel der Ausgleich erst in der 97. Minute, obwohl nur vier Minuten Nachspielzeit angezeigt waren. Zum anderen haben wir uns beim Verteidigen der hohen Standards und Flanken in dieser Phase nicht kompromisslos genug gezeigt, was der Gegner letztlich ausnutzen konnte.“

    „Volle Konzentration auf Delmenhorst!“

    Gibbahs Fazit und Blick nach vorn: „Am Ende bleibt trotzdem festzuhalten: Auch wenn sich das späte Gegentor bitter anfühlt, nehmen wir einen Punkt mit. Mund abputzen und volle Konzentration auf Delmenhorst!“

    Beim Spitzenteam Atlas geht's am kommenden Samstag um 14 Uhr weiter. Das Spiel ist von 15 auf 14 Uhr vorverlegt worden, weil sich einige LSK-Spieler um 18.30 Uhr das Spiel HSV gegen 1. FC Köln im Volksparkstadion ansehen wollen. Der HSV hat heute gezeigt, wie man einen knappen Auswärtsvorsprung ins Ziel bringt. Vielleicht klappt es für den LSK ja in Delmenhorst.

    Klar ist auf jeden Fall: 4 Punkte gegen Spelle und in Rehden – das hätte vorher jeder beim LSK unterschrieben. 

    Text: Jürgen Poersch

    Foto: Charlotte Hoppe