HAMMER! LSK siegt 3:1 bei Topteam Atlas

Schiedsrichter: Jannik Benjamin MeyerLinienrichter: Tobias Frohböse, Leon-Maximilian Holtfreter
Zuschauer: 550
Weishaupt, Dörr und Thinius treffen beim Coup in Delmenhorst
Spielbericht vom 14. März 2026
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Die Voraussetzungen waren alles andere als gut. Etliche verletzte, gesperrte und erkrankte Stammspieler (Exner, Meyer, Prigge, Tappe, Kunze) unter der Woche – und dann ausgerechnet zum Tabellenzweiten Atlas Delmenhorst. Mancher LSKner hatte nach Regenfällen auf Spielabsage gehofft. Doch es kam ganz anders: Unser LSK hat heute 3:1 in Delmenhorst gewonnen. Was für ein Coup!
Weishaupt gleicht den Rückstand aus
Dabei sah es anfangs nicht so gut aus. Fagerström brachte Atlas schnell mit 1:0 in Führung. Die Gastgeber hatten danach mehr vom Spiel, allerdings ohne Großchancen. Doch in der 35. Minute schlug Bo Weishaupt zu, markierte das 1:1 gekonnt mit dem Außenrist. LSK-Vorsitzender Raphael Marquardt: „Entscheidend war, dass wir dieses Kampfspiel auf tiefem Boden angenommen haben und so immer besser in die Partie kamen. Das 1:1 zur Pause war okay.“
Das coole Tor von Youngster Dörr
Alle warteten jetzt auf die große Atlas-Attacke. Doch es kam umgekehrt. Der 19-jährige Tjark Dörr, in der Startelf für den gelbgesperrten Torjäger Malte Meyer, ging in der 48. Minute nach tollem Pass vom Torschützen Weishaupt auf und davon. Allein vor Torwart Schobert behielt er die Ruhe und überlupfte den Keeper ganz cool. „Das war überragend!", jubelte Vereinsboss Marquardt.
Nun reichte es Atlas-Trainer Riebau. Er wechselte gleich dreimal – und Delmenhorst drängte gewaltig. Bei einem Kopfball und einem Fagerström-Schuss hatte der LSK Glück, dass die Bälle knapp am Tor vorbeistreiften. Doch der LSK nahm die Abwehrschlacht an. Trainer Tarek Gibbah wechselte defensivere Kräfte wie William Monteiro, Nick Tappe und Lasse Schmidt für Paul Knacke sowie die Torschützen Dörr und Weishaupt ein.
Und diesmal ging gut, was zuletzt in Rehden noch misslang, als der LSK sich in der 97. Minute den 1:1-Ausgleich einfing. Mit großem Einsatzwillen brachten unsere Jungs den Vorsprung auf die Zielgerade.
Und dann traf sogar noch Thinius
Und dann setzte einer, der eigentlich die Kernkompetenz Torverhinderung hat, noch das Sahnehäuchen drauf. Rechtsverteidiger Raphael Thinius spielte sich auf dem rechten Flügel nach einer Traumkombination mit Leon Perera durch und versenkte den Ball. 3:1 in der 90. Minute.
Was für eine Erlösung! Was für ein Jubel! Was für ein Sieg!
Auch LSK-Trainer Gibbah war begeistert: „Unser Matchplan ist voll aufgegangen. Wir wussten, dass Atlas aggressives Pressung und viele lange Bälle spielt. Wir wussten aber auch, dass sie anfällig in der Tiefe sind. Das haben wir genutzt, bei allen drei Toren.“
„Tjark hat ein Bombenspiel gemacht“
Der Coach gerät ins Schwärmen, wenn er an die Tore denkt. „Sensationall, wie Bo den Pass auf Tjark spielt hat und wie der das 2:1 macht. Wie kann man mit 19 Jahren so nervenstark sein!? Ein Traumtor! Tjark hat ein Bombenspiel gemacht, sich vorne aufgerieben und immer wieder für Unruhe gesorgt. Mit dem Tor hat er seinen Auftritt veredelt.“
„Dann schraubt er ihn mit links rein“
Nicht minder euphorisch kommentiert Gibbah das 3:1: „Raphael ist unser torungefährlichster Spieler. Erst kombiniert er sich super mit Leon durch, dann hat er den Ball auch noch auf dem schwachen linken Fuß – und schraubt ihn rein, dass der Torwart keine Chance hat. Wahnsinn!“
Dann kommt der Trainer wieder runter und wird analytisch: „Im letzten halben Jahr haben wir einen Sprung gemacht. Das war schon gegen Spelle und in Rehden zu sehen. Heute wieder. Wir sind auch nach dem 0:1 ruhig geblieben, haben unseren Matchplan eingehalten. Und am Ende haben wir erwachsen und seriös alles wegverteidigt. Vor einem halben Jahr hätten wir solch ein Spiel wohl nicht gewonnen.“
Damit setzt der LSK ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf, der sich zuletzt wieder zugespitzt hatte.
Jetzt kommt Topteam Bersenbrück
Weiter geht es am kommenden Samstag um 16 Uhr mit dem Heimspiel gegen TuS Bersenbrück. Wieder ein Aufstiegskandidat, gegen den der LSK im Hinspiel noch 0:5 verloren hat. Wieder eine so schöne Überraschung wie heute? Diesem LSK ist alles zuzutrauen!
Text: Jürgen Poersch

















