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Riesenpech! LSK kassiert 2:2 kurz vor Schluss

Samstag, 21. März 2026 · 16:00 UhrOberliga Niedersachsen, 23. Spieltag
90

Favorit Bersenbrück stand am Rande einer Niederlage

Spielbericht vom 21. März 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Revanche fast geglückt. Nach der 0.5-Pleite im Hinspiel hatte der LSK den Tabellenvierten TuS Bersenbrück am Rande einer Niederlage. Es fehlten wieder – wie in Rehden – nur Sekunden. Der eingewechselte Tjark Dörr hatte den LSK in der 90. Minute mit 2:1 in Führung geschossen. Doch in der 92. Minute gelang Bersenbrück nach einer Ecke noch der 2:2-Ausgleich. Wie ärgerlich!

    Zu Beginn sah es nach einem Sturmlauf der sehr robusten und angriffslustigen Bersenbrücker aus. Flanke um Flanke, Ecke um Ecke und gefährliche weite Einwürfe landeten im LSK-16er.

    Torminator-Tomek rammt den Ball rein

    Doch der erste LSK-Konter saß. Tomek Pauer rammte den Ball in der 8. Minute nach Maß-Freistoßflanke von Nico Hübner mit dem Kopf ins Tor. Toller Treffer des LSK-Defensivmonsters, der wieder ein ganz starkes Spiel machte.

    Doch der TuS schlug zurück. Alvarez verwandelte in der 11. Minute einen Foulelfmeter. Arne Exner im LSK-Tor, wieder mit Topleistung, war chancenlos.

    Bersenbrück verschärfte den Druck. Doch die LSK-Abwehr um den famosen Wilson Pinto Coelho hielt dicht. Und die Gastgeber kamen jetzt auch immer wieder Chancen – die besten hatten Pinto Coelho, Bo Weishaupt, Marian Kunze und Leon Perera. 

    Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Schöner Fußball war auf dem holprigen Untergrund leider nicht möglich. Trotzdem: Es war eine leidenschaftliche Partie, die 419 Zuschauer mitriss. 1:1 zur Pause – das war okay.

    Der LSK ging stürmisch in die zweite Halbzeit. Paul Knacke nach einem Super-Solo, als er zu lange mit dem Abschluss wartete, und Malte Meyer nach toller Flanke des starken Raphael Thinius scheiterten kurz nach der Pause.

    Danach wieder offener Schlagabtausch. Beide suchten den Sieg. Pinto Coelho rettete für den LSK auf der Linie. Pauer vergab nach Freistoß von Hübner knapp sein zweites Tor.

    Eine Viertelstunde vor Schluss brachte LSK-Trainer Tarek Gibbah für Stürmer Malte Meyer den hochtalentierten Tjark Dörr, der zuvor in Delmenhorst brilliert und das 2:1 geschossen hatte. Und der 19-Jährige legte gleich wieder richtig los, traute sich was zu und brachte mächtig Wirbel in den LSK-Angriff.

    Der Gala-Auftritt des Tjark Dörr

    In der 90. Minute der ganz große Auftritt des jungen Himmelsstürmers. Nach klugem Zuspiel des ebenfalls eingewechselten Youngsters Nevio Scheuer schob Dörr eiskalt ein. 2:1 in der 90. Minute! Was für Jubelstürme! War das der Sieg? 

    Nein. Es kam noch die 92. Minute. Letzte Ecke für Bersenbrück. Gewühl und Gestocher im 5er – und plötzlich war der Ball drin. Doch noch 2:2 durch Ebeling. 

    Nicht trauern, sondern stolz sein!

    Was für ein Pech! Hängende Köpfe beim LSK. Verständlich, der Sieg war so nah. Aber unsere Jungs können auch stolz sein. Sie hatten nach den Siegen gegen SC Spelle und Atlas Delmenhorst wieder einen Aufstiegskandidaten kurz vor dem Knockout. Sie sind nach der Winterpause ungeschlagen. Sie haben den starken Bersenbrückern einen großen Kampf geliefert. 

    Die LSK-Fans hatten ein feines Gespür für die Situation. Die Getreuen waren zwar auch gefrustet vom späten Ausgleich, aber sie feierten die Mannschaft nach Abpfiff.

    Die letzten Leistungen machen viel Hoffnung für den Rest der Saison – und für das Halbfinale im Krombacher-Niedersachsenpokal, das am Ostersamstag (16 Uhr, VfL-Platz) gegen Germania Egestorf steigt.

    Nächsten Samstag kommt Verden!

    Nächste Woche geht es schon mit einem Heimspiel weiter. Am Samstag, 28. März (15.30 Uhr), geht es gegen den alten Rivalen FC Verden. Darauf können wir uns nach den letzten Auftritten freuen!

    Text: Jürgen Poersch