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Jaaa! Der LSK ist im Finale!

Samstag, 4. April 2026 · 16:00 UhrHalbfinale im Krombacher-Niedersachsenpokal
90

2:1 nach dramatischem Halbfinale gegen Egestorf

Spielbericht vom 4. April 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Der große Traum vom DFB-Pokal, er lebt weiter. Unser LSK hat heute das Halbfinale im Krombacher-Niedersachsenpokal gegen den Favoriten 1. FC Germania Egestorf 2:1 gewonnen! 

    Damit steht der LSK im Finale, das am Samstag, 23. Mai, im Barsinghausener August-Wenzel-Stadion ausgetragen wird. Gewinnen unsere Jungs auch dieses Endspiel, dann stehen sie in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals. Da winken die ganz großen Gegner aus der 1. und 2. Bundesliga – und das ganz große Geld.

    Es war ein dramatisches Halbfinale vor stimmungsvoller Kulisse. Egestorf legte los wie die Feuerwehr, da fühlte sich mancher ans 0:5-Debakel im Punktspiel erinnert. Doch das ist nicht mehr der LSK von vor ein paar Monaten. Die Mannschaft ist mittlerweile gefestigt, steht in der Defensive felsenfest. Die Abwehrspieler Tom Muhlack, Wilson Pinto Coelho und Raphael Thinius sowie 6er Tomek Pauer, von dem noch zu reden sein wird, hatten wieder einen überragenden Tag.

    Erneut toller Auftritt von Dörr

    Nach 10 Minuten befreite sich der LSK aus der Egestorfer Umklammerung, startete selbst gefährliche Angriffe. Und dafür sorgte meist ein 19-Jähriger. Tjark Dörr, nach zuletzt starken Leistungen in der Startelf, begeisterte wieder mit brillanter Technik, Zweikampfstärke und selbstbewussten Sololäufen. Er lieferte sich rassige Duelle Egerstorf-Kapitän Siebert, beide sahen früh Gelb. Großartig, wie Tjark sich in den vergangenen Wochen entwickelt hat!

    Der LSK dominierte nun gegen den Tabellendritten der Oberliga. In der 11. Minute verfehlte der aufgerückte Pinto Coelho per Kopf knapp das Tor. Eine Freistoß-Granate von Nico Hübner zischte vorbei. Leon Perera, dem man seine Länderspielreise mit Sri Lanka (3:1 in Taiwan) kaum anmerkte, scheiterte mit einem 12-Meter Schuss. Paul Knacke dribbelte bei einer guten Chance zu lange. Alles richtig gute Chancen.

    Pauer schädelt den Ball rein!

    Dann klingelte es endlich: Nach gezirkelter Freistoßflanke von Hübner köpfte Tomek Pauer den Ball wuchtig unter die Latte: 1:0 in der 39. Minute! Erste Eskalation auf dem Rasen und im großen LSK-Fanblock.

    In der 42. Minute hielt Gästekeeper Ruf eine Kopfball von Pauer gerade noch so, den Nachschuss vergab Marian Kunze. 

    Glück für den LSK in der 43. Minute, als Thinius mit spektakulärer Grätsche am 5er einen Egerstorfer am Torschuss hinderte. Puh! Im Gegenstoß scheiterte LSK-Nationalspieler Perera mit einem tollen Distanzschuss.

    Halbzeit-Fazit: Das 1:0 völlig verdient gegen zwar spielstarke, aber ineffektive Egestorfer, denen der letzte Punch fehlte.

    Nach der Pause erwarteten alle die große Offensive der Gäste. Und die kam. Der 1. FC zeigte, warum er zu den Aufstiegskandidaten der Oberliga gehört, zeigte planvollen Kombinationsfußball. Wenig überraschend fiel das 1:1 durch Torjäger Lübke in der 58. Minute.

    Köpfe runter beim LSK? Nein! Unsere Jungs zeigten, warum sie in diesem Jahr ungeschlagen sind, steckten den Ausgleich weg, hielten leidenschaftlich dagegen. Das Spiel wurde noch härter. Viele Zweikämpfe, viele gelbe Karten. 

    LSK-Trainer Tarek Gibbah zog seinen zweiten Youngster-Joker, brachte den 18-jährigen Nevio Scheuer. Der spielte prima mit, zog gleich mal aus 20 Metern ab, Keeper Ruf konnte mit Mühe retten. 

    Elfmeter, Nachschuss, Pauer, Tor!

    Dann die 79. Minute: Foul gegen den einschussbereiten Tjark Dörr. Elfmeter! Kunze und Pinto Coelho, zwei sichere Elferschützen, verhandelten kurz, wer schießt. Kunze setzte sich durch, aber nicht gegen Torwart Ruf. Der hielt. Doch da war ja noch Tomek Pauer. Der Mann des Tages setzte den Ball im Nachschuss rein! 2:1! Was für ein Auftritt des 31-Jährigen, der hinten alles wegmachte und vorne alles reinmachte.

    Danach bange Minuten. Egestorf kam nochmal. In der 85. die nächste Rettungsgrätsche von Thinius. Oje, reicht das? 90 Minuten rum, aber der hervorragende Schiedsrichter Bastian Winkler ließ nachspielen. Endlos. 6 Minuten (mindestens). Dann eeendlich der Schlusspfiff. 

    Der LSK ist wieder da!

    Explosion der Emotionen! Der LSK im Finale! Was für eine Glanzleistung unserer Jungs! Jubel, Gesänge, Freude pur! Was für ein wunderschöner Tag für den LSK, für den überglücklichen Vorstand, der so viel leistet, für den gesamten Lüneburger Fußball. Der LSK ist wieder da! 

    Text: Jürgen Poersch

    Fotos: Charlotte Hoppe