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LSK siegt 2:1 gegen Wilhelmshaven!

Sonntag, 10. Mai 2026 · 15:00 UhrOberliga Niedersachsen, 29. Spieltag
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Dabei haben viele Stammkräfte gar nicht gespielt

Spielbericht vom 10. Mai 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Top! Unser LSK präsentiert sich zwei Wochen vor dem großen Finale um den Krombacher-Niedersachsenpokal in guter Form: Gegen den Tabellenfünften SV Wilhelmshaven gab’s heute einen hochverdienten 2:1-Sieg – obwohl LSK-Trainer Tarek Gibbah Stammkräfte wie Malte Meyer, Tom Muhlack, Leon Perera und Jona Prigge fürs Pokalfinale schonte, andere wie Marian Kunze und Paul Knacke nur in Teilzeit einsetzte.

    Dabei sah es anfangs gar nicht nach einem Sieg aus. Der SVW legte vehement los, der LSK kam kaum aus der eigenen Hälfte. Schon in der 6. Minute klatschte ein Kopfball an die Latte des LSK-Tors. Das wurde diesmal von Bennet Rotetzki gehütet. Der Nachwuchsmann, um es vorwegzunehmen, machte seine Sache gut.

    Erst langsam befreite sich der LSK aus dem Wilhelmshavener Würgegriff. Solospitze Tjark Dörr, wieder sehr agil, hatte zwei gute Chancen.

    Gelb-Rot war der Knackpunkt

    Dann die Wende im Spiel: SVW-Defensivmann Rhys Pufong sah erst Gelb, kurz darauf nach einem rüden Foul an Tomek Pauer Gelb-Rot (26. Minute) von Regionalliga-Schiedsrichter Tim-Alexander Strampe, der das Spiel absolut souverän leitete.

    Der LSK scheiterte danach mit einem Kopfball vom wieder überragenden Innenverteidiger Wilson Pinto Coelho (27.). 

    Auch in Unterzahl attackierte der Gast zunächst weiter. In der 30. Minute leistete sich der junge LSK-Innenverteidiger Anton Beer ein Foul im 16er. Elfmeter! Den verwandelte Yesua Motango unhaltbar. 0:1. Riesenjubel im vierköpfigen, aber lautstarken SVW-Fanblock.

    Tappes erstes Saisontor!

    Doch der LSK schlug bald zurück. Ein Schuss wurde gerade noch von der SV-Abwehr geklärt, den Abpraller schoss Nick Tappe aus halbrechter Position knapp hinter die Torlinie. War der drin? Der Linienrichter zeigte sofort zur Mitte. 1:1 in der 41. Minute! Tappes erstes Saisontor – das hatten ihm viele gegönnt.

    Kurz darauf ein toller 18-Meter-Schuss vom kreativen und torgefährlichen Nevio Scheuer. Doch der Ball sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. Riesenpech! Der 18-Jährige zeigte auf der Zehn wieder Kreativität, Dribbelstärke und Torgefährlichkeit.  

    Kurz vor der Pause zischte ein 18-Meter-Schuss vom starken SV-Kapitän Ervin Catic am Dreieck des LSK-Tores vorbei. Das war’s in einer munteren ersten Halbzeit.

    Wechsel, die wirkten

    Zur Pause zwei LSK-Wechsel: Marian Kunze kam auf Außen für Bo Weishaupt. Max Ratzeburg ersetzte im Mittelfeld William Monteiro, der gut gespielt, aber Gelb gesehen hatte. Zwei Wechsel, die Wirkung zeigten. Ratzeburg brachte mit seiner Routine und sicherem Passspiel viel Ruhe ins Mittelfeld. Kunze machte im Zusammenspiel mit dem starken Verteidiger Raphael Thinius gleich mal richtig Dampf über rechts. 

    Wieder ein Tor von Dörr

    Nach einer Stunde kam Lasse Schmidt für den Torschützen Nick Tappe. Und auch dieser Gibbah-Wechsel funktionierte. In der 72. Minute landete der Ball nach einer tollen Kombination über Ratzeburg und Schmidt bei Dörr – und der 19-Jährige vollendete cool zum 2:1. Sein fünftes Saisontor – stark!

    Dann kam die große Show des eingewechselten Paul Knacke. Er setzte zu einigen spektakulären Sololäufen an, die LSK-Fans waren aus dem Häuschen! Meist war Paul nur durch Fouls zu bremsen.

    Es gab noch zwei Freistöße für den LSK aus guter Position, doch die gingen wie schon in der ersten Halbzeit in die Wolken – eines der wenigen Defizite an diesem Tag. Denn die sattelfeste Defensive brachte das knappe 2:1 gekonnt über die Runden. Das haben wir in der Vergangenheit schon anders erlebt – das zeigt den Reifeprozess der Mannschaft. 

    Fazit: Toller Sieg trotz Schonung vieler Leistungsträger. Das macht Hoffnung fürs Pokalfinale und auch schon für kommenden Mittwoch um 19 Uhr. Dann gastiert der Heeslinger SC zum Nachholspiel auf dem VfL-Platz.

    Mittwoch: Dramatik gegen Heeslingen

    Da wird’s nochmal ganz spannend. Weniger für den LSK als für die Heeslinger. Die haben nämlich heute 1:2 beim bisherigen Schlusslicht Lupo Martini Wolfsburg vergeigt. Damit ist ihr 2. Tabellenplatz futsch, der zur Relegation berechtigt. Da rangiert jetzt Germania Egestorf-Langreder mit 3 Punkten Vorsprung und einem Spiel mehr. 

    Heeslingen muss also in Lüneburg gewinnen, um vor dem letzten Spieltag wieder auf Platz 2 zu stehen. Das könnte nochmal hochdramatisch werden! 

    Text: Jürgen Poersch