LSK begeistert beim 0:0 gegen Hildesheim

Das war die beste Saisonleistung
Spielbericht vom 11. Oktober 2026
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Das war das beste Saisonspiel des LSK in der Oberliga! Da waren sich die Fans einig. Gegen den Aufstiegskandidaten VfV Hildesheim reichte es beim 0:0 zwar wieder nicht zum ersten Saisonsieg, aber der LSK spielte sich mit Leidenschaft und herzerfrischendem Angriffsfußball zurück in die Herzen der Fans. Der Favorit VfV begann stark, musste am Ende aber heilfroh über den einen Punkt sein, den er aus Lüneburg mitnahm.
Bis zur 20. Minute dominierte der Gast, zeigte, warum er die letzten sechs Spiele gewonnen hat. LSK-Keeper Arne Exner rettete in der 8. Minute, als ein VfV-Angreifer frei ihm auftauchte, großartig.
Ab der 20. Minute wendete sich das Blatt. Der LSK wurde mutiger, spielte nach vorn, bekam Ecke um Ecke. Die Bälle wurde aber meist vom starken Gästekeeper Schulze Kökelsum weggefangen.
Dann hatte der VfV zweimal Riesenglück. Ein Kopfball vom agilen Malte Meyer ging übers Tor (33.). Dann die Mega-Chance für den LSK: Meyer legte in der 35. Minute auf Raphael Thinius ab, doch der Verteidiger, der ansonsten ein starkes Spiel machte, schoss aus fünf Metern an die Latte. Seine Kernkompetenzen liegen eben woanders.
Der LSK drängte weiter nach vorn, angetrieben vom überragenden Leon Perera, dem man seine zweiwöchige Länderspielreise mit Sri Lanka nicht anmerkte. Auch Nevio Scheuer brillierte im Mittelfeld. Zwar gelangen ihm heute nicht die „tödlichen“ Pässe, aber er war ein ständiger Kreativposten.
Auch der Schachzug von LSK-Trainer Tarek Gibbah, seinen Sechser Noah Dahaba gegen die robusten Hildesheimer als vorgeschobene „Luftwaffe“ einzusetzen, ging auf. Der 1,92-Meter-Mann gewann viele Kopfballduelle.
Die VfV-Abwehr wankte in dieser Phase. Torjäger Ulonna sah nach einem Foul Gelb, senste 5 Minuten später LSK-Keeper Exner um. Schiedsrichterin Willms zeigte sich gnädig, ermahnte ihn nur. Heftige LSK-Proteste. Gästetrainer Franke hatte verstanden, er nahm seinen Stürmer sofort runter, brachte Malina.
Mit 0:0 ging’s in die Pause – und beim LSK trauerten sie dem Thinius-Treffer an die Latte nach.
Nach der Pause setzte der LSK sein Powerplay fort. Keeper Schulze Kökelsum parierte einen Kopfball von Malte Meyer klasse. Der Torjäger, diesmal für den verletzten Tjark Dörr in der Startelf, zeigte eine starke Leistung – weniger im Torabschluss, dafür als mitspielender Mittelstürmer. Klare Leistungssteigerung.
Die sah man nach der Pause auch von Marian Kunze. Der Rechtsaußen brach immer wieder durch, servierte Flanken in Serie. Da ging ein Kapitän voran!
Und was kam vom hochgelobten VfV? Wenig. Dafür sorgte auch das LSK-Innenverteidiger-Duo Wilson Pinto Coelho und Tom Muhlack mit einem souveränen Auftritt.
Und vorne brannte der LSK ein Feuerwerk ab. Ab der 70. Minuten gab es gleich vier Riesenchancen. Die beste hatte der eingewechselte Lenny Borges, als er aus vier Metern mit einem Kopfball scheiterte.
Zu schade, dass der LSK sich nicht mit einem Tor für seinen beherzten Auftritt belohnte. Am Ende blieb es beim 0:0. Und doch gingen alle zufrieden nach Hause. Denn sie hatten gesehen, dass ihr LSK nach frustrierenden Wochen wieder aufgestanden ist, dass er tollen Fußball spielen kann und in dieser Liga gegen jeden Gegner bestehen kann. Das macht Mut für die kommenden Wochen!
Text: Jürgen Poersch
Fotos: Charlotte Hoppe


























