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Wilde Regenschlacht endet 0:0

Mittwoch, 21. Oktober 2026 · 20:00 UhrOberliga Niedersachsen, 9. Spieltag
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LSK-Neuzugang Sieben feiert Debüt

Spielbericht vom 22. Oktober 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Es sollte wieder nicht sein. Auch beim Tabellenletzten SV Drochtersen/Assel konnte unser LSK gestern Abend nicht den ersten Saisonsieg landen. Das 0:0 war das 7. Unentschieden in dieser Oberliga-Saison. Damit überholte der LSK den SC Hemmingen-Westerfeld, kletterte vom 14. auf den 13. Platz – der am Ende aber den Abstieg bedeuten würde.

    Es war eine Regenschlacht im schönen Drochterser Stadion. Davon wurden die Zuschauer allerdings nicht behelligt, sie saßen gemütlich auf der großen Tribüne oder standen auf der überdachten Gegengerade trocken und windgeschützt. Luxus, von dem wir in Lüneburg nur träumen können.

    Auf dem top bespielbaren Rasen (auch davon träumen wir) entwickelte sich von Anfang an ein verbissener Fight. Es ging um was im Keller-Krimi. Das merkte man allen Akteuren auf dem Platz und den Trainerbänken an. Vor allem von der D/A-Bank schallte es gewohnt schrill.

    Keine Frage: Die Drochterser waren im ersten Durchgang besser, hatten viel mehr Torchancen als die Gäste. LSK-Trainer Tarek Gibbah hatte seine Jungs mit stabiler Defensive in die Schlacht geschickt. Stefan Wolk und Max Ratzeburg standen auf der Doppel-Sechs, dafür rückte unser 8er Leon Perera auf die 10. Eine Rolle, die ihm weniger liegt, um es vorwegzunehmen. Dafür saßen die Kreativkräfte Nevio Scheuer, Lenny Borges und Neuzugang Phil Sieben zunächst auf der Bank.

    Brachte der LSK offensiv auch wenig zustande, so ging Gibbahs Rechnung defensiv auf: Sein Team hielt die Null bis zur Pause.

    Und fast wäre der LSK sogar in Führung gegangen, wäre Malte Meyers Kopfballverlängerung in der 23. Minute nicht an die Unterkante der Latte, sondern ins Tor geflogen. Eine Chance hatte der LSK noch, als Nick Tappe von rechts abzog, sein Schuss aber am langen Eck vorbeizischte.

    Auf der Gegenseite machten Torwart Arne Exner sowie die wiederum überragenden Innenverteidiger Tom Muhlack und Wilson Pinto Coelho alle D/A-Chancen zunichte.

    Nach dem Wechsel brachte Gibbah seinen Spielgestalter Scheuer für Wolk. Ein Zeichen für mehr Offensive. Die kam auch. Schon in der 46. Minute klatschte ein Kopfball von Muhlack an den Pfosten. Nach einer Stunde kamen beim LSK die Ex-Profis Borges und Sieben für den stabilen Max Ratzburg und Meyer, der gegen Drochtersens Regionalliga-Leihgabe Giwah einen schweren Stand gehabt hatte.

    Mit dem erstarken Borges und dem technisch beschlagenen Sieben kamen noch mehr Druck und Ideen ins LSK-Spiel. Borges zielte aus guter Position am Tor vorbei. Und in der 75. Minute die Torchance des Tages: LSK-Kapitän Marian Kunze wurde am 5er angespielt, stand frei vor dem Tor, donnerte den Ball aber Torwart Klinkmann direkt auf den Körper, statt ihn ins Eck zu schieben. Entsetzen bei Trainern, Mitspielern und vielen mitgereisten Fans, die ihren LSK bis zur letzten Minute lautstark anfeuerten.

    Das war auch nötig, denn D/A kam in der Schlussphase noch mal gewaltig auf. Es brannte mehrfach lichterloh vor dem LSK-Tor. Aber Harmlosigkeit der Drochterser Stürmer und heroischer Einsatz von Exner, Muhlack, Pinto Coelho & Co. verhinderten eine Niederlage. 

    So stand am Ende ein 0:0, über das sich keiner freuen konnte. Aber immerhin stand hinten die Null und immerhin rückte der LSK einen Platz nach oben, ist jetzt noch zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Weiter geht die Abstiegsschlacht!

    Text + Foto: Jürgen Poersch