LSK möchte in der Erfolgsspur bleiben

Samstag mit breiter Brust zum Aufstiegskandidaten Delmenhorst
Artikel vom 13. März 2026
Der Vorbericht wird präsentiert von:
Nach den erfreulich guten Leistungen beim 2:0 gegen Spelle und 1:1 in Rehden haben unsere Jungs am morgigen Samstag um 14 Uhr (Düsternortstraße 55) mit Atlas Delmenhorst das nächste Oberliga-Schwergewicht vor der Brust!
ACHTUNG! Eingang für Zuschauer in Delmenhorst ist morgen nur am Hasporter Damm 100. Der andere Eingang ist wegen Baustelle gesperrt.
„Wir treffen mit Atlas auf eine echte Spitzenmannschaft, die mitten im Aufstiegskampf steckt und uns die bisher einzige Heimniederlage zugefügt hat. Der Gegner hat sich zudem im Winter nochmal verstärkt und ist mit zwei Siegen und einem Unentschieden gut aus den Startlöchern gekommen", weiß LSK-Trainer Tarek Gibbah.
„Wir erwarten zudem eine größere Kulisse in Delmenhorst und wollen unbedingt unseren vernünftigen Start ins Fußballjahr 2026 bestätigen. Daher reisen wir auch mit einer großen Portion Mut an und wissen, dass wir Atlas vor Probleme stellen können. Wetterbedingt wird es sicherlich wieder auf die Grundtugenden ankommen. Wir sind auf jeden Fall bereit", gibt der Coach die Devise für das Spiel aus.
Delmenhorst – da werden bei älteren Lüneburger Fans Erinnerungen wach: 1975 kam es in der Aufstiegsrunde zur damals viertklassigen Landesliga zum entscheidenden Aufeinandertreffen zwischen dem LSK und Atlas in Wilschenbruch. Delmenhorst, gespickt mit Ex-Profis, triumphierte vor über 7000 Zuschauern mit 5:1 und marschierte ein Jahr später gleich in die Oberliga Nord durch.
Nach bewegten Jahren mit Insolvenz und Auflösung, die den SV Atlas sportlich bis in die Kreisklasse (!) führten, ging es ab 2012, nach der Neugründung des Vereins, erneut steil bergauf. 2020 war man schon wieder in der Regionalliga angelangt, wo sich die Mannschaft drei Jahre halten konnte. In den vergangenen beiden Oberliga-Spielzeiten verfehlte Atlas als jeweils Dritter nur knapp den Aufstieg.
In der laufenden Saison rangiert Delmenhorst punktgleich mit Spitzenreiter Egestorf auf Platz zwei und geht mit klaren Aufstiegsambitionen in die verbleibenden Partien. Trainer Key Riebau, schon von 2019 bis 2023 bei Atlas tätig, hat das Team im Oktober 2024 wieder übernommen und offenbar den Schlüssel zu sehr erfolgreichem Spiel gefunden.
Im neuen Jahr gab es bisher sieben Punkte: Ein Remis in Wolfenbüttel (3:3) sowie Erfolge gegen Lupo Martini (4:0) und Spelle-Venhaus (2:1). Delmenhorst ist übrigens das mit Abstand stärkste Auswärtsteam der Liga. In zehn Partien konnten satte 25 Punkte eingefahren werden (8-1-1)!
Im NFV-Pokal musste sich Atlas allerdings im Achtelfinale aus dem Wettbewerb verabschieden, unterlag beim VfV Borussia Hildesheim 6:7 nach Elfmeterschießen.
Mit Ibrahim Temin, Josip Tomic, Lamine Diop, Steffen Rohwedder, Tobias Fagerström oder Nico Poplawski, um nur einige zu nennen, stehen bei Delmenhorst diverse Kicker im Kader, die bereits höherklassig Erfahrung gesammelt haben. Daniel Hefele hat eine LSK-Vergangenheit (2020–22), fällt aber momentan nach einem Riss des Syndesmosebands aus.
In der Winterpause wurde mit den Rückkehrern Mats Kaiser (Bay Olympic) und Marco Stefandl (SpVgg Bayreuth) sowie Chris David (Degirmenlik SK) personell noch einmal nachgerüstet.
Das Hinspiel im September 2025 auf den Sülzwiesen verlor der LSK unglücklich mit 0:2 (0:1). Raphael Thinius wurde dabei bereits in der 30. Minute mit einer Roten Karte zum Duschen geschickt.
Malte Meyer wird den Schwarz-Weißen morgen leider gelbgesperrt fehlen, dafür kehren Nick Tappe, Nevio Scheuer und voraussichtlich Jona Prigge wieder in den Kader zurück.
Text: Thomas von Randow


