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Rotetzki löst Exner im Tor ab

LSK am Sonntag gegen Wilhelmshaven

Artikel vom 8. Mai 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Der LSK hat es geschafft! Durch ein 3:1 (2:1) beim SV Holthausen Biene sicherten sich unsere Jungs am vorigen Sonntag die Fahrkarte für ein weiteres Jahr in der Oberliga. Bo Weishaupt, Malte Meyer und Tomek Pauer erzielten die Treffer auf gut gepflegtem Geläuf, erlösten damit die kleine Gruppe mitgereister treuer Lüneburger Fans. 

     
    In der englischen Woche mit 3 Spielen wurden 7 Punkte eingefahren; eine beeindruckende Leistung des Aufsteigers, der nach der Winterpause in 11 Begegnungen nur einmal (auf Kunstrasen) als Verlierer den Platz verlassen musste, dabei starke 20 Zähler sammelte.
     
    In den verbleibenden drei Partien, die nun ohne Druck angegangen werden können, warten ausnahmslos Gegner aus den "Top Five" der Tabelle auf die Schwarz-Weißen. Den Anfang macht am Sonntag (15 Uhr, Sülzwiesen) der SV Wilhelmshaven.
     
    Hinter unseren Gästen aus der Jadestadt liegen bewegte Zeiten. 2014 wurde Wilhelmshaven aufgrund ausgebliebener Entschädigungszahlungen zum Zwangsabsteig aus der Regionalliga verurteilt. Weil der SVW keine Oberliga-Lizenz beantragt hatte, 
    spielte man in der folgenden Saison auf Landes-, und nach einem erneuten Abstieg 2016, nur noch auf Bezirksebene.
     
    Doch es ging auch wieder aufwärts: 2022 folgte der Aufstieg in die Landesliga und nur zwei Jahre später grüßte Wilhelmshaven als Oberligist, belegte in der vorigen Saison mit ausgeglichener Bilanz Rang 11.
     
    In die laufende Serie starteten die sehr ambitionierten Jadestädter äußerst verheißungsvoll, unterlagen vor der Winterpause in 14 Spielen lediglich Hildesheim (2:4) und waren daher stets in der Spitzengruppe der Oberliga vertreten.
     
    Dieses Bild änderte sich im Jahr 2026 schlagartig. Der Verein trennte sich im Januar von Aufstiegstrainer David Jahdadic, ersetzte ihn durch Frank Löning. Doch der Ex-Profi und sein sein Team konnten danach nur noch einen Sieg landen, mussten dagegen sieben Niederlagen quittieren. Dazu kam die desaströse 1:6-Pleite im Halbfinale des NFV-Pokals gegen Bersenbrück.
     
    Daraufhin musste Löning seine Koffer wieder packen, der ehemalige Wilhelmshavener Spieler Luc Diamesso wurde als Interimslösung bis zum Saisonende verpflichtet. Der frühere Innenverteidiger wollte sich über die Gründe für den sportlichen Absturz nicht weiter äußern, deutete aber interne Probleme und Unruhe im Verein an.
     
    Seitdem hat der SVW seine Achterbahnfahrt fortgesetzt, nun aber wieder in die andere Richtung, schlug Wolfenbüttel (1:0), Lupo Martini (2:0), Bersenbrück (3:1) und Spelle-Venhaus (2:0), sackte zudem drei kampflose Punkte durch den Nichtantritt Lupos im Hinspiel ein und konnte sich durch diese 15 Zähler natürlich aus den gefährdeten Regionen verabschieden, belegt jetzt Platz fünf.
     
    Die Mannschaft verzeichnet eine positive Auswärtsbilanz bei 6 Siegen, 2 Unentschieden und 4 Niederlagen. Die insgesamt erzielten 44 Treffer verteilen sich auf 14 Schützen, das Toreschießen ist beim SVW also auf viele Schultern verteilt.
     
    "Wilhelmshaven hat zuletzt wieder zu alter Stärke zurückgefunden und in den vergangenen vier Spielen lediglich ein Gegentor kassiert. Hätten sie diese defensive Stabilität über die gesamte Saison hinweg gezeigt, wären sie sicherlich ein ganz heißer Kandidat im Aufstiegsrennen gewesen", meint LSK-Trainer Tarek Gibbah.
     
    "Wir erwarten daher eine Mannschaft, die aktuell definitiv zu den stärksten der Liga gehört. Aber genau solche Spiele machen es für uns ja auch interessant und reizvoll. Für uns geht es weiterhin darum, Selbstvertrauen und Rhythmus für das Pokalfinale zu sammeln. Deshalb werden wir alles daransetzen, auch diesmal wieder zu punkten", freut sich der Coach schon auf das Match.
     
    Zur personellen Lage sagt Gibbah: "Es wird einige Veränderungen geben. Durch die erneute englische Woche müssen wir die Belastung klug steuern. Sicher ausfallen werden Tom Muhlack, Leon Perera und Malte Meyer. Auch bei Jona Prigge und Paul Knacke wird es eher eng. Darüber hinaus haben wir noch den einen oder anderen angeschlagenen Spieler, trotzdem werden wir erneut eine richtig gute Truppe auf den Platz bringen. Besonders freut es mich, dass Bennet Rotetzki vor heimischer Kulisse sein Startelfdebüt feiern darf – das hat er sich mit seiner Entwicklung und seinem Einsatz absolut verdient."
     
    Die Hinrundenbegegnung im Wilhelmshavener Jade-Stadion endete 1:1. Nach frühem Rückstand konnte Wilson Pinto Coelho in der Nachspielzeit auf Flanke von Marian Kunze zum Ausgleich einköpfen und seinem Team somit einen verdienten Punkt sichern!
     
    Nicht vergessen: Am kommenden Mittwoch, 13.5., bittet der LSK zum letzten Heimspiel der Saison gegen Aufstiegskandidat Heeslinger SC. Die Partie steigt um 19 Uhr auf den Sülzwiesen. Nach dem 1:5 aus der Vorrunde möchten unsere Jungs da sicher noch etwas gutmachen ...
     
    Text: Thomas von Randow