LSK muss den Schalter umlegen!

Nach Pokalrausch nun wieder Oberliga
Artikel vom 28. August 2026
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Nach dem tollen Erlebnis DFB-Pokal und der löwenstarken Leistung gegen Bundesligist Werder Bremen kehrt für unsere Jungs am Sonntag nun wieder der Alltag ein, und der heißt Oberliga Niedersachsen. Zu Gast auf den Sülzwiesen wird am Sonntag (15 Uhr) Vizemeister 1. FC Germania Egestorf-Langreder sein.
„Das Werder-Spiel wirkt natürlich noch ein bisschen nach. So ein Nachmittag vor 30.000 Zuschauern, mit dieser unglaublichen Unterstützung aus Lüneburg, das sind Eindrücke, die man nicht einfach nach ein paar Tagen abhakt. Trotzdem müssen wir jetzt wieder in den Ligaalltag finden und den Fokus voll auf Egestorf richten", analysiert LSK-Trainer Tarek Gibbah
Der Verein Germania Egestorf-Langreder entstand im Jahr 2001, als die Fußballsparten des TSV Egestorf und TSV Langreder fusionierten, und startete in der Bezirksliga. Nach dem Aufstieg 2003 war man neun Jahre in der Landesliga beheimatet, ehe 2012 der Sprung in die Ober- und 2016 sogar in die Regionalliga gelang, welche das Team drei Jahre später jedoch wieder verlassen musste.
Seitdem hat sich Egestorf bestens in der Oberliga eingerichtet, war stets Favorit auf Rang eins bis drei und belegte auch immer Plätze unter den Top Sechs. Nur in der vorletzten Serie lief es nicht so gut, Germania hatte lange Kontakt zur Abstiegszone, landete schließlich auf Tabellenplatz zwölf.
In der vorigen Spielzeit erreichte das Team als Vizemeister die Relegation zur Regionalliga Nord, verlor dort jedoch seine drei Partien gegen Eimsbüttel (1:4), Blumenthal (2:3) und Todesfelde (0:2) und musste seinen Aufstiegstraum vorerst begraben.
Der Verein bleibt aber sehr ambitioniert, möchte mittelfristig in die Regionalliga zurückkehren und ging mit einem sehr jungen Kader, diverse Kicker entstammen der JFV Calenberger Land, als Mitfavorit in die neue Saison. Nicht mehr dabei ist Leitfigur Joshua Siegert, der nach 14 Jahren und 330 Pflichtspielen für Egestorf seine Schuhe an den Nagel hängte.
Bisher ist beim 1FCGEL noch etwas Sand im Getriebe. Nur ein Punkt (2:2 gegen Lohne) sprang in den bisherigen drei Oberligapartien heraus. Die Begegnungen in Rehden (1:3) und gegen Wilhelmshaven (0:2) gingen verloren. Im Achtelfinale des NFV-Pokals hatte die Truppe von Trainer Boris Begovic dagegen keine Probleme, gewann beim Bezirksligisten Reislingen-Neuhaus 3:0.
Coach Gibbah weiß aber natürlich um die Vorzüge des Gegners: „Uns erwartet mit Egestorf der letztjährige Vizemeister, also eine Mannschaft mit richtig viel Qualität. Sie sind nicht optimal in die Saison gestartet und werden dementsprechend unbedingt punkten wollen. Für uns geht es darum, wieder unsere eigenen Stärken auf den Platz zu bringen. Gerade gegen den Ball müssen wir wieder richtig ekelig und intensiv sein und gleichzeitig vor dem Tor abgeklärter werden."
In der vorigen Serie duellierten sich der LSK und Egestorf-Langreder drei Mal. In den Punktspielen gab es, teils unter befremdlichen Umständen, eine ernüchternde 0:5-Auswärtsniederlage, vor heimischer Kulisse rettete Anton Beer kurz vor Ultimo den Schwarz-Weißen mit seinem Ausgleichstor zum 1:1 einen Zähler.
Und da war ja noch das NFV-Pokal-Halbfinale, das der LSK durch zwei Treffer von Tomek Pauer mit 2:1 (1:0) für sich entscheiden und ins Finale in Barsinghausen gegen den TuS Bersenbrück einziehen konnte. Der Rest ist bekannt und bereits Geschichte ...
Text: Thomas von Randow
Foto: Charlotte Hoppe
Foto: Charlotte Hoppe
