Die weite Reise soll sich lohnen

Was sich der LSK beim Tabellenzweiten Spelle ausrechnet
Artikel vom 4. September 2026
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Nach dem 2:2 im Heimspiel gegen Vizemeister Germania Egestorf-Langreder hält die kommende Partie des LSK am Sonntag (15 Uhr) gleich zwei Herausforderungen für unsere Jungs bereit: Zum einen den starken Gegner SC Spelle-Venhaus, zum anderen eine Auswärtsfahrt, bei der die Schwarz-Weißen rund 600 Kilometer unterwegs sein werden.
„Spelle gehört aktuell definitiv zu den Mannschaften der Stunde und unterstreicht mit seinen Ergebnissen klar die Ambitionen, um den Aufstieg mitzuspielen. Trotz eines anspruchsvollen Auftaktprogramms haben sie fast die ideale Punktzahl geholt", weiß LSK-Trainer Tarek Gibbah.
In der Tat: Der Gastgeber kann getrost als Schwergewicht der Oberliga bezeichnet werden. Nach dem Aufstieg 2014 war das Team stets unter den ersten Sieben der Tabelle zu finden, schaffte 2023 sogar den Sprung in die Regionalliga, aus der es sich ein Jahr später aber wieder verabschieden musste.
In dieser Serie legte Spelle einen Top-Start hin: 10 Punkte aus 4 Spielen bedeuten momentan Rang 2 hinter dem punktgleichen Heeslinger SC. Dabei wurden Hildesheim (5:0), Lohne (3:1) und Wilhelmshaven (1:0) bezwungen, von Rehden trennte man sich 2:2.
Auch im Pokal war die Truppe von Coach Henry Hupe erfolgreich: Das 1:0 gegen Heeslingen brachte den Einzug ins Viertelfinale. Ein Test gegen Zweitligist VfL Osnabrück ging Mitte August nur knapp mit 3:5 verloren, Westfalen-Oberligist Eintracht Rheine wurde erst am Montag 4:3 geschlagen.
Der Kader des SC weist bei jeweils fünf Zu- und fünf Abgängen keine allzu gravierenden Veränderungen auf. Vom Staffelrivalen Meppen II wechselten Joe Klöpper, Daniel Benke und Jan Wulkotte zum SCSV, dazu kamen Moritz Pauli (Borussia Münster) sowie Benjamin Evers (Preußen Münster II).
Für das Match mit dem LSK erwartet Trainer Hupe, dass seine Mannschaft ihr Spiel auf den Platz bekommt. Das bedeutet im Klartext: Ganz viel Intensität mit dem Ball, aber auch gegen den Ball sowie Spielfreude und das Treffen richtiger Entscheidungen.
Dabei hat Hupe personell weiterhin die Qual der Wahl, auch wenn ein Trio wohl nicht zur Verfügung steht. Steffen Wranik fällt weiterhin aus. Luca Tersteeg steigt erst langsam wieder ins Training ein. Und Jan Wulkottefehlte zu Beginn der Woche mit muskulären Problemen. Da muss der Trainer die Entwicklung abwarten.
So rund wie beim sonntäglichen Kontrahenten läuft es beim LSK nach 2 Punkten aus 3 Partien noch nicht. Das ist auch Coach Gibbah bewusst: "Bei uns stottert der Motor noch ein bisschen. Wir hatten eine sehr intensive Trainingswoche und hoffen natürlich, dass wir jetzt endlich richtig in Tritt kommen.
So ein Spiel kommt da vielleicht genau zur richtigen Zeit, weil der objektive Betrachter sicherlich nicht unbedingt damit rechnet, dass wir in Spelle etwas holen. Wir sind uns aber unserer eigenen Stärken bewusst und fahren sicher nicht dorthin, um nur irgendwie mitzuspielen. Natürlich rechnen wir uns etwas aus und wollen den Gegner vor eine schwierige Aufgabe stellen."
Personell gibt es einige Fragezeichen. Ole Brammer fällt weiterhin aus, bei Tom Muhlack wird es zum Wochenende wahrscheinlich ebenfalls noch nicht reichen. Stefan Wolk ist unter der Woche umgeknickt, auch bei ihm muss abgewartet werden. Mika Schönke hat ebenfalls Probleme am Fuß. Trotzdem wird der LSK mit einem schlagkräftigen Kader die Fahrt antreten können.
In der vorigen Saison hatten die Schwarz-Weißen nach dem 1:1 in Spelle bei der Heimreise einen Zähler im Gepäck. Torschütze war Malte Meyer. Im Februar konnten sie beim 2:0 in der Goseburg sogar die volle Ernte einfahren. Hier waren Leon Perera und abermals Malte (Foto) erfolgreich. Beides Ergebnisse, mit denen unsere Jungs am Sonntag sicher gut leben könnten.
Text: Thomas von Randow
Foto: Charlotte Hoppe
