Wann platzt endlich der Knoten?

LSK am Sonntag daheim gegen FC Verden
Artikel vom 25. September 2026
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Auch in Vorsfelde konnten unsere Jungs leider nicht den erhofften und brustlösenden Sieg einfahren. Trotz teilweise klarer Überlegenheit beim Aufsteiger reichte es nur zu einem Treffer von Malte Meyer. Dass beim Ausgleich zum 1:1 der Ball unglücklich und unhaltbar für Arne Exner abgefälscht wurde, ist symptomatisch für die momentane Lage bei den Schwarz-Weißen.
Nun steht an diesem Sonntag (15 Uhr, Sülzwiesen) das Kräftemessen mit dem FC Verden 04 auf dem Programm. „Für uns ist es in dieser schwierigen Phase ein wichtiges Spiel. Wir haben nun lange genug auf den ersten Sieg gewartet und wollen jetzt endlich den Knoten lösen. Wir wissen aber auch, dass wir dafür wieder deutlich klarer in unseren Aktionen werden müssen, sowohl vor dem eigenen als auch vor dem gegnerischen Tor", weiß LSK-Trainer Tarek Gibbah.
Der Coach hält so einiges vom kommenden Gegner: „Verden ist eine Mannschaft, die sich sicherlich genauso wie wir mehr vom Saisonstart erhofft hat. Trotzdem steckt dort richtig viel Qualität im Kader, vor allem in der Offensive. Durch die räumliche Nähe ist das für uns zudem ein kleines Derby. In den vergangenen Jahren hat sich eine kleine Rivalität entwickelt, daher wird Verden sicherlich mit viel Motivation in das Spiel gehen, wir aber genauso. Zudem benötigen wir jetzt endlich dieses Erfolgserlebnis!"
Verden 04 wurde 2004 als Nachfolger der Fußballabteilung des TSV Verden neu gegründet, nachdem Letzterer Insolvenz anmelden musste. Die Reiterstädter starteten damals in der 1. Kreisklasse, stiegen danach mehrfach auf, wobei sie viele Jahre zwischen Bezirks- und Landesliga pendelten. Von 2018 an durchgehend in der Sechstklassigkeit beheimatet, gelang 2024 der große Wurf: Die Mannschaft wurde mit namhaften Verstärkungen ohne Niederlage (!) Landesliga-Meister und verwies unseren LSK auf Rang zwei.
Das erste Oberligajahr erwies sich aber als kein Zuckerschlecken für den FC. Fast die gesamte Spielzeit verbrachte das Team in der gefährdeten Zone, rettete sich schlussendlich aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem SSV Vorsfelde vor dem Abstieg.
Ganz ähnlich verlief die vergangene Saison: Nach dem letzten Spieltag waren Verden, Braunschweigs U23 und Wolfenbüttel punktgleich; die Reiterstädter konnten durch ihre gute Torbilanz den Sturz in die Landesliga verhindern.
Der erst im Sommer 2025 neu installierte Trainer Tim Ebersbach wurde im Dezember desselben Jahres von seinen Aufgaben entbunden und durch Bastian Reiners abgelöst, der gleichzeitig noch als Spieler aktiv ist. Ihm zur Seite steht der vom Heeslinger SC gekommene Oliver Warnke.
Auch in dieser Serie läuft es noch nicht optimal für den FC. Einem Sieg stehen drei Unentschieden und drei Niederlagen gegenüber, das Team belegt momentan Platz 11 der Tabelle. Am vorigen Wochenende konnte man dem hoch gehandelten SV Wilhelmshaven vor heimischem Publikum aber ein 1:1 abringen.
Im NFV-Pokal erwischte es Verden bereits in der Qualifikation. Hier unterlagen die Reiners/Warnke-Schützlinge Blau-Weiß Lohne auf eigenem Geläuf mit 5:6 nach Elfmeterschießen.
Der Kader ist mit 33 Spielern üppig bestückt. Neu dabei sind unter anderem Jan-Luca Warm, Jonas Kühl und Lucas Uwandu (alle vom Regionalligisten Bremer SV), In-Woo Choi, Oleksiy Mazur (beide BSV Rehden), Ruwen Albrecht (SF Lotte) und Bastian Kamole (Egestorf-Langreder). Torhüter Lukas Fabel fand den Weg vom FC Heidetal zu den Reiterstädtern.
In der vorigen Saison konnte der LSK mit zwei 2:1-Erfolgen satte sechs Punkte gegen den FC einfahren. Auswärts erzielten Bo Weishaupt und Malte Meyer die Tore, auf den Sülzwiesen setzten Tjark Dörr und Wilson Pinto Coelho das Kunstleder in die Maschen.
Dafür möchte Verden nun Revanche nehmen und die drei Zähler aus der Salzstadt entführen. Das kürzliche Remis gegen Wilhelmshaven hat natürlich das Selbstvertrauen gestärkt. Neben der Fehlervermeidung soll auch eigener Ballbesitz ein Schlüssel zum Erfolg werden.
Personell werden unseren Jungs am Sonntag auch weiterhin die Langzeitverletzten Ole Brammer und Mika Schönke nicht zur Verfügung stehen. Marian Kunze und Stefan Wolk sind letztmalig gesperrt und können danach wieder eingreifen. Dazu wird Leon Perera aufgrund seiner Länderspielreise fehlen. Hinter einigen Spielern steht nach der Krankheitswelle der vergangenen Tage noch ein Fragezeichen.
Text: Thomas von Randow
Foto: Charlotte Hoppe
