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Neuer Wettbewerb, neues Glück?

LSK am Samstag im Pokal nach Spelle

Artikel vom 2. Oktober 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Auch im Heimspiel gegen Verden gelang unseren Jungs leider nicht der erhoffte Befreiungsschlag. Dabei sah es in der ersten Halbzeit gut aus. Der LSK war überlegen, hatte Chancen, aber dann kam es wie so oft in letzter Zeit: Der Gegner ging mit seiner ersten Chance kurz vor der Pause in Führung und nach dem Wechsel lief bei den Lüneburgern so gut wie gar nichts mehr. Wenigstens konnte der aufgerückte Innenverteidiger Wilson Pinto Coelho in der Nachspielzeit mit seinem 1:1 noch einen Zähler für seine Farben retten.

     
    An diesem Samstag (17.30 Uhr, Venhauser Straße) kommt es nun, wie bereits Anfang September, erneut zum Vergleich mit dem SC Spelle-Venhaus. Nur dass es dieses Mal nicht um Oberliga-Punkte, sondern um den Einzug ins Halbfinale des NFV-Pokals geht. Beim Thema Pokal haben natürlich alle LSKner nur die besten Erinnerungen an das epische Endspiel gegen Bersenbrück im Mai diesen Jahres und das folgende Mega-Event gegen Werder Bremen.
     
    „Es gibt viele Parallelen zum letzten Jahr. Auch damals mussten wir an einem Samstagabend in Hildesheim als klarer Underdog antreten. Dieser Sieg war für uns damals eine Art Initialzündung für eine tolle Saison. Auch in diesem Jahr soll dieses Pokalspiel den Bock umstoßen. Dafür werden wir alles investieren", verspricht LSK-Trainer Tarek Gibbah.
     
    „Die klare Rollenverteilung hätten wir uns in diesem Jahr natürlich nicht unbedingt gewünscht. Nach unserem schlechten Saisonstart in der Liga müssen wir aber damit leben. Vor gerade einmal vier Wochen standen wir uns in der Liga bereits gegenüber und haben uns, wie so oft in dieser jungen Saison, mit einem Unentschieden getrennt", so der Coach.
     
    Die erste Hürde auf dem erneuten Weg in den DFB-Pokal haben unsere Schwarz-Weißen mit dem 5:3 nach Elfmeterschießen beim SC Hemmingen-Westerfeld bereits genommen. Spelle erreichte das Viertelfinale durch ein 1:0 gegen den Heeslinger SC. In der Oberligatabelle liegt der Gastgeber momentan auf Platz fünf, musste jedoch am vergangenen Wochenende bei Kellerkind Meppen II die erste Saisonniederlage quittieren, die mit 0:4 überraschend deutlich ausfiel.
     
    Trotzdem sind die Verantwortlichen der Emsländer bisher sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Spielzeit. Die Gründe für den guten Start sieht man vor allem im Bereich der Kontinuität. Spelle konnte seine Mannschaft der vorigen Serie als Grundgerüst halten und die Spieler, die überwiegend aus einem Radius von 50 Kilometern kommen, peu à peu weiterentwickeln.
     
    Markenzeichen im Spiel des SCSV sind eine hohe Intensität und das hohe spielerische Potenzial. Dazu kommt ein starkes Zweikampfverhalten. Spelle will seinen eingeschlagenen Weg in der Zukunft fortsetzen, mit dem Ziel, den vorhandenen Kern des Kaders zu halten und diese Akteure ständig zu verbessern.
     
    „Spelle hat bisher eigentlich jedes Spiel dominiert und ist extrem ballsicher. Das wird für uns also ein wilder Ritt. Die Jungs wissen aus der vergangenen Saison natürlich genau, worum es in diesem Wettbewerb geht. Drei Siege bis zum DFB-Pokal; jeder von uns weiß, was das bedeutet. Und immerhin sind wir Titelverteidiger. Das sollte Motivation genug sein", glaubt Trainer Gibbah.
    Gegen die Hausherren lief es für den LSK seit dem Aufstieg 2025 bisher recht passabel: In der vorigen Saison hatten die Schwarz-Weißen nach dem 1:1 in Spelle bei der Heimreise einen Punkt im Gepäck. Torschütze war Malte Meyer. Im Februar konnten sie beim 2:0 in der Goseburg sogar die volle Ernte einfahren. Hier waren Leon Perera und abermals Malte erfolgreich. Auch im vergangenen Monat konnte durch das 2:2 (die Treffer erzielten Leon und Malte) ein Zähler aus dem Emsland entführt werden.
     
    Personell gibt es bei unseren Jungs im Vergleich zur vergangenen Woche auch positive Nachrichten: Marian Kunze und Stefan Wolk sind nach ihren Sperren wieder dabei. Leon Perera befindet sich dagegen weiterhin auf Länderspielreise. Hinter Lenny Borges steht aufgrund von Knieproblemen noch ein Fragezeichen.
     
    Text: Thomas von Randow