LSK am Boden – gibt es jetzt die Wende?

Sonntag kommt der Tabellenzweite Hildesheim
Artikel vom 9. Oktober 2026
Der Vorbericht wird präsentiert von:
Nach dem enttäuschenden Start in der Oberliga mit lediglich 5 Punkten aus 8 Spielen haben sich unsere Jungs am vorigen Wochenende nun leider auch aus dem NFV-Pokal verabschieden müssen. Nach ordentlicher erster Halbzeit und dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gab es am Ende eine deutliche 1:4-Niederlage beim SC Spelle-Venhaus. Alle Hoffnungen auf eine Wiederholung des Pokalmärchens der vorigen Saison mussten somit begraben werden.
Nun geht es also „nur" in der Meisterschaft weiter. Und da steht dem LSK bis zur Winterpause noch ein ganz heftiges Programm ins Haus: Mit Hildesheim, Lohne, Rehden, Wilhelmshaven, Heeslingen und Braunschweigs U23 warten sechs Kontrahenten, die sich in der oberen Hälfte der Tabelle drängeln!
Den Anfang macht am kommenden Sonntag (14.30 Uhr, Sülzwiesen) die Partie gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim, momentan Zweitplatzierter und bei einem Spiel weniger „heimlicher Tabellenführer". Der VfV hat eine bemerkenswerte Entwicklung in dieser Serie zu verzeichnen: Zwei Niederlagen zum Auftakt ließ die Mannschaft anschließend sechs Siege folgen!
Nach dem verpatzten Start, inklusive der Niederlage im NFV-Pokal gegen Rehden, trat Coach Ridha Kitar von seinem Amt zurück. Der bisherige Co-Trainer Dominik Franke wurde erst interimsweise, mittlerweile aber fest als sein Nachfolger eingesetzt.
Jetzt läuft es wie geschmiert bei den Domstädtern und LSK-Trainer Tarek Gibbah weiß, was da auf sein Team zukommt: „Hildesheim reist mit sechs Siegen in Folge und nur einem Gegentor zu uns, man kann den VfV 06 also auch als Mannschaft der Stunde bezeichnen. An die drei Duelle der vergangenen Saison erinnern wir uns natürlich gerne. Die konnten wir alle für uns entscheiden, die aktuellen Vorzeichen sind allerdings komplett andere."
In der Tat: In der vorigen Spielzeit gewannen die Schwarz-Weißen das NFV-Pokal-Viertelfinale mit 2:0 in Hildesheim (Tore durch Wilson Pinto Coelho und Jona Prigge), legten dann in der Meisterschaft ein 2:0 im Heimspiel nach (Treffer von William Monteiro und Tomek Pauer) und komplettierten das Ganze durch das 3:1 in der Domstadt, wobei Tjark Dörr, Nick Tappe und erneut William erfolgreich waren. Auf Seiten des LSK hätte sicherlich niemand etwas gegen eine Fortsetzung dieser Serie einzuwenden ...
Hildesheim, am vergangenen Wochenende nicht im Einsatz und damit ausgeruht, möchte natürlich im Flow bleiben, seine Erfolgsbilanz weiter ausbauen. Das Team will da anknüpfen, wo es zuletzt beim beeindruckenden 3:0 in Rehden aufgehört hat und an seiner Spielweise, diese steht besonders für Intensität, und Grundausrichtung, nicht viel verändern.
2015 und 2020 gelang der Domstadtelf der Sprung in die Viertklassigkeit, nach dem Abstieg 2023 wurden in der Oberliga die Plätze 5, 8 und 4 belegt. Die Mannschaft startete gut in die vorige Spielzeit, befand sich lange in der Spitzengruppe und liebäugelte daher mit einem erneuten Aufstieg in die Regionalliga. Doch 7 Niederlagen in den letzten 11 Begegnungen machten diese Träume zunichte.
Im Kader gab es im Sommer eine relativ hohe Fluktuation, 15 Abgängen, darunter Torwart Tommy Henze, der jetzt bekanntermaßen für den LSK aktiv ist, stehen 13 Neuzugänge gegenüber. 5 davon stammen aus der erfolgreichen U19 des VfV.
Trotz der Schwere der Aufgabe versprüht Coach Gibbah durchaus Optimismus: „Die Jungs haben unter der Woche richtig gut gearbeitet und ich bin mir sicher, dass jetzt auch der letzte Spieler weiß, worum es in den nächsten Wochen geht: Wir müssen wieder in die Spur kommen und wieder der unangenehme Gegner sein, gegen den niemand gerne spielt. Bei aller Enttäuschung über die letzten Wochen müssen wir dabei dennoch die richtige Balance zwischen gesunder Wut und Aggressivität sowie unnötiger Kopflosigkeit finden."
Personell kehren beim LSK Leon Perera und Lenny Borges zurück. Ole Brammer könnte erstmals wieder im Kader stehen. Dementgegen steht, dass Torjäger Tjark Dörr mit einer Kapselverletzung ausfällt. Dazu gibt es noch den einen oder anderen angeschlagenen Spieler, hier muss das Abschlusstraining abgewartet werden.
Text: Thomas von Randow
