Die Fahrt nach Lohne soll sich lohnen

LSK am Samstag zu Gast bei Blau-Weiß
Artikel vom 16. Oktober 2026
Der Vorbericht wird präsentiert von:
Gaaanz knapp am ersten Punktspielsieg schrammten unsere Jungs vergangenen Sonntag beim 0:0 gegen den VfV Hildesheim vorbei. So blieb nach der bisher besten Saisonleistung leider wieder nur ein Zähler auf der Habenseite.
Doch dieser Auftritt des LSK machte Spaß und gibt Mut für die kommenden Aufgaben. Der Angriffsschwung, den die Schwarz-Weißen phasenweise, besonders in Hälfte zwei, gegen das Spitzenteam aus der Domstadt entwickelten, kann hoffentlich auch in die nächsten Partien mitgenommen werden.
Weiter geht's bereits an diesem Samstag (18 Uhr, Steinfelder Straße 5) beim TuS Blau-Weiß Lohne. Die Gastgeber sind ganz alte Bekannte, traf man doch bereits 1978 in der Aufstiegsrunde zur viertklassigen Landesliga Niedersachsen aufeinander. Nach einem 0:0 in Lohne und dem 2:0-Erfolg in Wilschenbrook löste der LSK das Ticket in die nächsthöhere Klasse, um zwei Jahre später sogar in die Oberliga Nord zu klettern.
Als Schnecke 5-mal in Lohne knipste
In den 90er-Jahren gab es dann ein Wiedersehen der Teams in der Verbandsliga Niedersachsen (4. Liga). Hier kam es u. a. zu einem tollen 8:2-Auswärtserfolg des LSK (mit 5 Treffern von Torjäger-Legende Karsten „Schnecke“ Wagner). Dann trennten sich die Wege der Vereine für lange Zeit – bis jetzt.
Nach 8 Jahren in der Landesliga Weser-Ems gelang dem TuS 2020 der Sprung in die Oberliga Niedersachsen und nur zwei Jahre später der Aufstieg in die Regionalliga Nord. Dort konnte sich das Team vier Spielzeiten halten, ehe in diesem Sommer, für viele unerwartet, der Wiederabstieg erfolgte, war vor der Saison doch eher nach oben geschaut worden.
Nun kommt es also zum Neuanfang in der Oberliga. Die Blau-Weißen möchten sich wieder auf die Dinge besinnen, die den Verein in der Vergangenheit stark gemacht haben: mannschaftliche Geschlossenheit und regionale Identität. Anlaufschwierigkeiten oder Rückschläge werden mit eingeplant, ein freier Fall soll natürlich verhindert werden.
Nun, das ist Lohne im bisherigen Saisonverlauf recht gut gelungen. Mit 14 Punkten aus 9 Partien (4-2-3) steht das Team des neuen Trainers Hammad El-Arab im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Im heimischen Heinz-Dettmer-Stadion konnten bereits 3 Siege (Vorsfelde, Drochtersen und Hemmingen-Westerfeld) eingefahren werden. Lediglich die Partie gegen Spelle ging für die Hausherren verloren.
Der Lohner Kader verzeichnet 12 Spieler, die den Verein verlassen haben, unter anderem Pelle Hoppe (Eimsbütteler TV), Tom Kankowski (VfB Lübeck), Niklas Tepe (Atlas Delmenhorst) und Clinton Helmdach (Bremer SV). Demgegenüber stehen 11 Neuzugänge, darunter 5 Akteure aus dem U19-Bereich (Lohne, Meppen und Osnabrück).
Zuletzt musste die Mannschaft in der Schlussphase noch eine unglückliche 2:3-Niederlage in Wilhelmshaven hinnehmen. Im NFV-Pokal-Viertelfinale ging es nach einem 2:2 gegen Rehden ins Elfmeterschießen. Dort zog der TuS dann mit 4:5 den Kürzeren.
Die Herausforderung im Oldenburger Münsterland wird also alles andere als einfach für unsere Jungs. Das ist auch LSK-Coach Tarek Gibbah bewusst: „Mit Lohne wartet ein Regionalliga-Absteiger mit viel Erfahrung und körperlicher Wucht auf uns. Gerade auswärts wird das eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir müssen unsere Grundtugenden zu 100 Prozent auf den Platz bringen und als Mannschaft geschlossen auftreten. Das Spiel gegen Hildesheim hat gezeigt, dass mit uns gegen jeden Gegner zu rechnen ist; daran wollen wir in Lohne anknüpfen."
Der LSK muss zwar auf mehrere Spieler verzichten, die aus privaten und beruflichen Gründen fehlen. „Trotzdem reisen wir mit einer starken Truppe an, die etwas Zählbares mit nach Lüneburg nehmen will", berichtet der Coach.
Text: Thomas von Randow




