Zum Hauptinhalt springen

Mittwoch: Keller-Krimi in Drochtersen

LSK braucht unbedingt den Dreier!

Artikel vom 20. Oktober 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Es lief wie schon so oft in dieser Saison: Unsere Jungs waren am Samstag beim keinesfalls überragenden Regionalliga-Absteiger TuS Blau-Weiss Lohne mindestens auf Augenhöhe, nutzten aber leider ihre Möglichkeiten nur unzureichend. Die Gastgeber dagegen schlugen kurz vor der Pause und dem Schlusspfiff zu; der LSK stand am Ende wieder mal mit leeren Händen da. Im Klartext bedeutet dies: Auch nach 10 Punktspielen sieglos und das Verharren auf einem Abstiegsplatz.

    Nun findet bereits an diesem Mittwoch (20 Uhr, Am Sportplatz 19) die Nachholpartie bei Aufsteiger SV Drochtersen/ Assel II statt. Die Verlegung wurde aufgrund des NFV-Pokalspiels bei SC Spelle-Venhaus (LSK unterlag 1:4, wir berichteten) notwendig. Das Match kann für beide Teams durchaus schon als 6-Punkte-Begegnung bezeichnet werden, stehen die Kehdinger doch mit lediglich 3 Zählern noch schlechter da als unsere Schwarz-Weißen, nämlich auf dem letzten Tabellenplatz.
     
    LSK-Trainer Tarek Gibbah betrachtet die Lage realistisch: „Wir müssen ehrlich sein: Wir sind nun endgültig im Abstiegskampf angekommen. Das ist eine Situation, in der wir uns nicht sehen wollten, aber wir müssen sie annehmen und endlich Ergebnisse liefern. In Drochtersen steht jetzt das erste von mehreren Do-or-die-Spielen an. Mit einem Sieg können wir vorerst die Abstiegsplätze verlassen und den Abstand zu zwei Mannschaften vergrößern, darunter auch zu unserem direkten Gegner. Es geht jetzt darum, mindestens vier Teams hinter uns zu lassen. Das muss jedem bewusst sein."
     
    Die SVDA II war bis 2004 noch in der 1. Kreisklasse beheimatet, stieg dann regelmäßig auf und schaffte im Sommer dieses Jahres, mit 10 Punkten Vorsprung auf BW Bornreihe, souverän den Sprung in die Oberliga Niedersachsen. Außerdem gewann man durch ein Last-Minute-Tor von Julian Budde den Bezirkspokal mit 2:1 gegen den TSV Bardowick.
     
    Dass die höhere Spielklasse jedoch eine deutlich härtere Nuss ist, musste das Team von Coach Milan Schweiger im bisherigen Saisonverlauf erfahren. Nur Mitaufsteiger SSV Vorsfelde konnte bisher bezwungen werden (3:1), die restlichen 9 Partien gingen allesamt verloren. Zu Hause wurden aber stets knappe Resultate abgeliefert, zuletzt gab es in letzter Minute eine unglückliche 2:3-Niederlage gegen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig II.
     
    Trotz des Fehlstarts will die Mannschaft, die als „Zweite" höchste Anerkennung im Verein genießt, weiter an ihrer Herangehensweise und Idee vom Fußball festhalten. Diese sieht ein kreatives, intensives Spiel vor. Der Matchplan soll nicht zu stark auf den jeweiligen Kontrahenten ausgelegt werden; Ziel ist es, das eigene Spiel dem Gegner aufzudrücken.
     
    Verstärkt wurde der Aufsteiger zur neuen Serie u. a. mit Lenn Spremberg (SC Paderborn), Connor Rohra (TuS Bersenbrück), Roberto Sandu (BW Lohne), den Badur-Brüdern Enes und Eren (beide SV Ahlerstedt/Ottendorf) sowie Nikola Serra (eigene Erste).
     
    Der LSK wird sich also auf ein hartes Match einstellen müssen. „Das wird auswärts unter der Woche eine eklige Aufgabe. Gerade gegen Drochtersen ist durch die gesunde Rivalität und die aktuelle Tabellenkonstellation zusätzliche Brisanz drin. Bei einer Zweitvertretung kommt zudem immer die Ungewissheit dazu, welche Spieler aus der ersten Mannschaft dabei sind. Entscheidend ist aber, dass wir nur auf uns schauen, unsere Chancen konsequent nutzen und die Leistung endlich in Punkte ummünzen. Dafür müssen wir vor allem unsere offensiven Aktionen endlich konsequenter abschließen. Wir erspielen uns genug Möglichkeiten, machen aber zu wenig daraus. Das lässt sich nicht schönreden: Der Knoten muss endlich platzen", macht Trainer Gibbah deutlich.
     
    In den vier Begegnungen, die der LSK in der Landesliga zwischen 2023 und 2025 gegen Drochtersen ausgetragen hat, gab es zwei klare Siege (3:0, 4:1), ein Unentschieden (0:0) und eine deutliche 0:4-Niederlage für die Schwarz-Weißen.
     
    Personell bleibt die Lage bei unseren Jungs angespannt. Mit Nico Hübner kehrt lediglich ein Spieler zurück. Dazu gibt es mehrere Akteure, die gesundheitlich oder körperlich leicht angeschlagen sind. Wer von ihnen einsatzfähig ist, wird sich erst am Mittwoch final entscheiden.
     
    Text: Thomas von Randow
    Foto: Jürgen Poersch