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LSK im Kellerduell ohne Abwehr-Asse, aber mit Dörr

Sonntag beim SC Hemmingen-Westerfeld

Artikel vom 6. November 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Es war wie verhext. Da zeigten unsere Jungs in Wilhelmshaven ein couragiertes Spiel auf Augenhöhe, stemmten sich eine Stunde lang in Unterzahl gegen den Topfavoriten, hatten dicke Chancen zum Ausgleich und standen am Ende nach dem 0:1 doch wieder mit leeren Händen da.

    Nun gibt es am Sonntag den 13. Anlauf, diese schwarze Serie endlich zu durchbrechen. Der LSK ist zu Gast bei Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld. Die Partie steigt um 15 Uhr (Hohe Bünte 8, Hemmingen). Besonderheit: Sie wird auf Kunstrasen ausgetragen! Nicht unbedingt der Lieblingsbelag unserer Schwarz-Weißen.

    Dreimal Training auf Kunstrasen

    „Kunstrasen bringt natürlich noch mal andere Anforderungen mit sich . Darauf haben wir uns aber mit drei Einheiten in dieser Woche gezielt vorbereitet. Ein großer Dank geht dabei an Matthias Merz sowie den VfL beziehungsweise JFV für die Möglichkeit, auf Kunstrasen zu trainieren", sagt LSK-Trainer Tarek Gibbah.
     
    „Natürlich ist das Spiel in Hemmingen ein richtungsweisendes Duell. Beide Mannschaften stecken mitten im Abstiegskampf, deshalb ist uns allen bewusst, worum es geht", erklärt der Coach.
     
    Nach zwei 3. Plätzen 2024 und 2025 wurde Hemmingen-Westerfeld in der vorigen Saison Meister der Landesliga Hannover, ließ dabei Eilvese und Ramlingen-Ehlershausen hinter sich und stieg erstmals in die Oberliga auf. Für die laufende Serie ist der Klassenerhalt oberstes Ziel.
     
    Dafür schlug man mit 14 Zugängen auf dem Transfermarkt kräftig zu. Als Königstransfer gilt der vom Regionalligisten HSC Hannover gekommene Mittelstürmer Luc Fender. Der Großteil des Kaders besteht aber nach wie vor aus ehemaligen A-Jugendlichen des Klubs.
     
    Beim SC herrscht Zuversicht, dass die Oberliga keine einmalige Angelegenheit bleibt, weil die Truppe von Coach Tim Hoffmann stets auch spielerische Lösungen sucht und offensiv agieren will.
    Das Team startete mit 7 Punkten aus 5 Spielen durchaus vielversprechend in die Saison, musste dann aber 6 Niederlagen in Folge quittieren, ehe es zuletzt zwei 1:1-Unentschieden (Egestorf und Nordhorn) gab, jeweils auf Kunstrasen. Damit belegt man derzeit den ersten Abstiegsplatz, 2 Punkte entfernt vom rettenden Ufer.

    Kreuzbandriss bei SC-Goalgetter Fender

    In der Partie gegen Nordhorn verletzte sich SC-Torjäger Fender, der bereits 8 Treffer erzielte, mit einem Kreuzbandriss schwer am Knie und wird seiner Mannschaft längere Zeit fehlen. Wir wünschen eine schnelle und vollständige Genesung!
     
    Das Match am Sonntag ist bereits die zweite Fahrt des LSK nach Hemmingen in dieser Spielzeit. Im August kam es im Achtelfinale des NFV-Pokals zum Aufeinandertreffen. Trotz klarer Überlegenheit und vieler Chancen der Schwarz-Weißen sprang nur ein Tor von Tjark Dörr heraus, sodass der Gastgeber in der zweiten Halbzeit noch zum schmeichelhaften Ausgleich kam.
     
    Es ging ins Elfmeterschießen und da war wieder mal Verlass auf Torhüter Arne Exner. Er parierte zwei Schüsse der Hausherren, sorgte so dafür, dass der LSK eine Runde weiterkam.

    Perera wieder auf Länderspielreise 

    Das Punktspiel steht nun aber unter anderen Vorzeichen, und diese sind bei unseren Jungs personell gesehen nicht optimal. Verzichtet werden muss auf die gesperrten Innenverteidiger Tom Muhlack und Wilson Pinto Coelho sowie Leon Perera (Länderspielreise). Jonas Hartig konnte verletzungsbedingt nur am Abschlusstraining teilnehmen.
     
    Malte Meyer war unter der Woche angeschlagen, wird aber voraussichtlich mit nach Hemmingen fahren. Positiv ist, dass Tjark Dörr seit zwei Wochen wieder im Training ist und diese Woche ohne Probleme vollumfänglich mitmischen konnte, er steht daher wieder zur Verfügung.
     
    „Es gibt also einige Widerstände, die wir annehmen müssen. Unter der Woche hat man den Jungs aber angemerkt, dass sie nach den letzten Auftritten brennen, sich endlich zu belohnen. Dafür werden wir in Hemmingen alles investieren", gibt sich Trainer Gibbah kämpferisch.
     
    Text: Thomas von Randow